Zu viel Aufwand?

Digitalisierte Schule

Digitalisierte Schule
Wie sieht es mit der Digitalisierung an meiner Schule aus?, fragt sich MiSch-Reporter Karl. Karl Weisner, Ricarda-Huch-Schule Kiel
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Karl Weisner,

Klasse 9c, Ricarda-Huch-Schule Kiel

Es ist mittlerweile
gang und gäbe, sein Smartphone mit in die Schule zu nehmen. Warum es nicht also
auch im Unterricht benutzen? Es ist natürlich klar, dass man das Smartphone
nicht ohne Erlaubnis im Unterricht benutzen darf, aber wie sieht es denn damit
aus, es in den Pausen zu benutzen und sich damit die Zeit zu vertreiben? In der
Ricarda-Huch-Schule in Kiel ist dies nur ab der Oberstufe erlaubt, da die Lehrer
und Eltern dies so beschlossen haben: Die jüngeren Kinder sollen nicht nur im
Handy unterwegs sein und sich auch anders beschäftigen.

Wie sieht es
denn mit der Digitalisierung in der Schule aus?

Es sind schon in der Hälfte der
Klassen Beamer und Soundboxen installiert, so der stellvertretende Schulleiter
Christoph Jensen. Diese Beamer werden zur Präsentation von Bildern oder Videos
verwendet. WLAN ist auf dem Schulgelände fast überall verfügbar, erklärt die
Schulleiterin Ina Held.  Es gäbe auch
eine Gruppe von Schülern, die sich Medienleuchten nennen und in der
Orientierungsstufe die Schüler und Schülerinnen über den Gebrauch des Internets
und der Schulcomputer aufklären.

In Norddeutschland ist G8 weit verbreitet und so muss man sehr viele
Schulmaterialien in seinem Schulrucksack mitnehmen, was eine enorme Belastung
für den Rücken darstellt. Also warum ersetzt man dann nicht die Materialien
durch Notebooks oder Tablets? Dieses Verfahren birgt jede Menge Probleme: Es
sei zum Beispiel viel zu teuer für die Schule, Tablets oder Notebooks zur
Verfügung zu stellen, aber man kann 
genauso wenig von den Eltern der Schüler und Schülerinnen erwarten,
diese zu kaufen. Denn die Tablets oder Notebooks müssen immer wieder erneuert
werden, um den Anforderungen der neuen Technologie gerecht zu werden. Dies sind
ein paar der Begründungen von Frau Held und Herrn Jensen.  Auch wenn man nur die Bücher durch Tablets
ersetzen würde, wäre es ein sehr großer Aufwand, weil die meisten Schulbuchverlage
noch nicht so weit sind und von wenigsten ihrer Bücher eine Onlineversion  bereitgestellt haben, so Frau Held.

Die Meinungen der Lehrer, Schüler und Eltern sind ziemlich ähnlich: Es finden alle gut, dass
die Schule weiterhin digitalisiert wird und sich dem Fortschritt der Technik  anpasst. Außerdem sind sie alle der Meinung,
dass man den Rücken entlasten sollte, aber trotzdem nicht komplett auf das
Schreiben per Hand verzichten will. Die Schüler dürften nicht zu lange auf
einen Bildschirm gucken, um Schäden zu vermeiden.


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