MiSch-Reporter entlockten Forschern überraschende Antworten

Kronshagener Schüler mischten Nacht der Wissenschaft auf

Kronshagener Schüler mischten Nacht der Wissenschaft auf
Auf großer Bühne bei der Nacht der Wissenschaft: Die MiSch-Reporter Sebastian Runge, Julian Pimat und Emily Simon (vorne v.l.) interviewten die Professoren Mojib Latif, Klaus Tochtermann und Ilka Parchmann (hinten v.l.). Merle Schaack
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Kiel.Zum Auftakt der ersten Nacht der Wissenschaft in Kiel wimmelte e sim Wissenschaftszentrum nur so von Forschern und Wissenschaftlern. Mittendrin waren auch drei
MiSch-Reporter:  Julian Pimat, Sebastian Runge und  Emily Simon vom Gymnasium Kronshagen mischten die von Dennis Wilms moderierte Talk-Runde mit kecken Fragen kräftig auf.

So entlockten sie Klimaforscher Mojib Latif vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung eine Anekdote aus dessen Schulzeit:

Emily Simon: Wieso haben Sie entschieden, Professor zu werden und nicht Lehrer?

Mojib Latif:Mein Weg war früh vorgezeichnet. Ich war kein Musterschüler musste also manchmal als Strafarbeit einen Aufsatz über fünf Seiten schreiben. Ich habe immer gerne Dinge ausgearbeitet, bei denen ich – und der Lehrer auch – etwas lernte. So habe ich zum Beispiel mal einen über
Süßwasserpolypen geschrieben.

Auch Prof. Dr. Ilka Parchmann, die Chemie studierte und inzwischen Vizepräsidentin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist, plauderte mit dem MiSch-Reportern über ihre Schulzeit:

Sebastian Runge: Sie stehen als Professorin ja viel im Mittelpunkt und müssen vor Publikum reden. Haben Sie schon in der Schule gerne an der Tafel Aufgaben gelöst?

Ilka Parchmann: Nein, das mochte ich nicht. Das hatte für mich immer etwas von vorführen. Nach dem Motto: Mal gucken, ob die das kann oder nicht. Aber erklärt habe ich schon immer gerne. Zum Beispiel meinen Mitschülern, die Chemie nicht mochten, warum es so ein tolles Fach ist.

Bei Informatiker Prof. Dr. Klaus Tochtermann, der mit der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften die weltweit größte Spezialbibliothek für wirtschaftswissenschaftliche Literatur leitet, erkundigten sie sich nach seiner Prognose für die technische Entwicklung.

Julian Pimat: Glauben Sie, dass die technische Evolution die gleichen Fortschritte macht, wie in den letzten 30 Jahren?

Klaus Tochtermann: Ich glaube, dass die Evolution mit immer neuen Entwicklungen sogar noch schneller voranschreiten wird. Allerdings wird der Umbruch nicht noch mal so radikal sein, wie wir ihn bei der Entwicklung von analog zu digital in den letzten Jahren erlebt haben.

Bei der Schlussfrage der MiSch-Reporter nach dem IQ der Spitzenforscher lauschten die knapp 140 Anwesenden gespannt, und Moderator Dennis Wilms bescheinigte ihnen „eine echte Knallerfrage zum Abschluss – warum ist die mir nicht eingefallen?“ Allerdings: Weder Parchmann noch Latif oder Tochtermann hatten je ihren Intelligenzquotienten ermittelt. „Bisher hat er
jedenfalls für alle meine Aufgaben gereicht“, stellte Tochtermann fest.


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