Alkohol - eine Gefahr bei Jugendlichen

Gymnasium Lütjenburg WPF Medienpraxis Gymnasium Lütjenburg WPF Medienpraxis 23. November 2017

Wer als Jugendlicher nicht trinkt, gilt als Außenseiter.

Kein Wochenende ohne Koma saufen, wer nüchtern bleibt, ist ein Spießer.

Es klingelt das Telefon:" Heute Bock auf Saufen?" Wenn ich nicht hingehe, werde ich ein Außenseiter, ist der Gedanke bei vielen Jugendlichen der heutigen Generation Alkohol. Für manche ist es sogar schon so weit, dass sie es unverständlich finden, wenn manche sich nicht jedes Mal übergeben müssen.

Deshalb sitzt man jedes Wochenende abends mit seinen Freunden auf der Coach, wo das ein oder andere Bierchen zischt. Doch es bleibt nicht nur bei Bier sondern es gibt auch immer mehr Hardstoff bei den Jugendlichen zu sehen. Unkontrolliertes Trinken bei Jugendlichen geht maßlos über jede Grenze hinaus. Teilweise liegen 13-Jährige oder noch jüngere Jugendliche im Straßengraben, da sie sich wortwörtlich die Gehirnzellen weggesoffen haben. Es werden Fotos gemacht und auf den Sozial-media-Seiten hochgeladen, damit man auch genau sieht, dass man dazu gehört. Das schreckliche Party-Foto am nächsten Morgen ist aber das schlimmste Übel. Körperlich und geistig greift der Alkohol den Körper an, bei den Jugendlichen im Wachstumsprozess besonders schlimm. Mit 28 einen Rollator zu benutzen, ist nicht gerade sehr wünschenswert.

Immer mehr Jugendliche werden wegen des Alkoholmissbrauches in Kliniken eingewiesen. Doch wo bekommen die Kinder und Jugendlichen denn spitz, wie sie an die alkoholischen Getränke in ihrer Nähe kommen? Überall gibt´s Werbung: im Internet, Fernsehen, selbst in manchen Süßigkeiten, jährlich werden 600 Millionen Euro für Alkohol-Werbung ausgegeben.

Sicherlich erlauben Eltern ihren Kinder auch mal bei Omas Geburtstag einen Sekt mitzutrinken. Das andere Extrem ist aber, dass manche Jugendliche jedes Wochenende sturzbetrunken nachhause kommen. Da frage ich mich: Ist es die Schuld der Eltern? Sollten sie besser hinschauen? Aber auf Partys, Geburtstagsfeiern oder bei einem "Sit-in"
bekommen die Eltern doch gar nicht mit, was ihr Kind trinkt. Wer mitfeiert, ist dabei, wer nicht, ist raus und wird nicht mal mehr bei seinen Freunden eingeladen. Mit Alkohol ist nicht zu spaßen, besonders nicht in jungen Jahren. Man sollte seine eigenen Grenzen kennen.

Lone Seydler, Gymnasium Lütjenburg, Wahlpflichtbereich Medienpraxis

 
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