Das tägliche Verkehrschaos vor dem Gymnasium Altenholz

Gymnasium Altenholz Gymnasium Altenholz 16. November 2017

Ein Junge fährt mit dem Fahrrad zum Gymnasium Altenholz. Bei dem Versuch, dem täglichen Stau vor unserer Schule ausweichen, will er den Kantstein hochfahren, um über den Fußgängerweg abzukürzen. Er kommt den Kantstein aber nicht ganz hoch und schlittert fast in ein Auto, das auch noch wegen des Staus zusätzlich bremsen muss.

Auf der Suche nach mehr Informationen befragen wir Frau Brinker (42), die Verkehrssicherheitsbeauftragte des Gymnasiums Altenholz. Ihrer Meinung nach ist die Parkbucht direkt vor dem Gymnasium das größte Problem. Die Autofahrer fahren in die Parkbucht, setzen

ihr Kind ab und fahren dann zurück auf die Straße. Da manche Fahrradfahrer auch
an dieser Parkbucht vorbei fahren, könnte ein Fahrradfahrer aufgrund eines
schlechten Schulterblicks des Autofahrers vielleicht einmal angefahren werden.
Ihr Vorschlag lautet daher, das Absetzen der Kinder vor der Schule zu
verbieten. Eine Ausweichmöglichkeit für das Absetzen der Kinder ist eine Tankstelle
an der B503. Es sind nur 500 Meter, die die Schüler mehr laufen müssten, und es
würde den Stau komplett vermeiden.

Laut der Verkehrssicherheitsbeauftragten des Gymnasiums Altenholz ist das ständige Stoppen und erneute Anfahren nicht gerade das Beste für die Fahrradfahrer. Für Frau Brinker ist es ein Wunder, dass bei dem Verkehrschaos erst ein Unfall passiert ist. Es sei aber ihrer Meinung
nach nicht der Aufmerksamkeit der Autofahrer zu verdanken, dass nichts passiert,
sondern der Tatsache, dass die Schüler des Gymnasiums Altenholz so gut und
sicher Fahrrad fahren.

Es gibt bereits ein paar Schüler, die Elektrofahrräder haben. Doch diese sind laut Frau
Brinker für den täglichen Schulweg überhaupt nicht zu empfehlen. Mit diesen
motorisierten Fahrrädern nimmt man zu schnell Fahrt auf und kann dementsprechend
auch nicht so gut bremsen. So stellen sie in einem Stau, wie er vor der Schule tagein
tagaus entsteht, ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Auch findet sie es gefährlich, in großen Gruppen hintereinander und zusätzlich
nebeneinander zu fahren. Wenn der erste eine Vollbremsung macht, fahren ihm alle
anderen hinten drauf. Wenn einer ausschwenkt, passiert es leicht, dass sich die
Lenker ineinander verhaken. Bei Zusammenstößen oder Unfällen zwischen
Fahrradfahrern würde es zu kritischen Situationen mit den Autos kommen.

Glücklicherweise gibt es eine Ausweichstrecke für die Fahrradfahrer, die aber durch einen Wald
führt. Der Waldweg ist aber auch nicht der sicherste. Im Herbst liegen meist
überall Blätter. Außerdem ist der Boden aufgeweicht. Dort irgendwann einmal
hinzufallen oder stecken zu bleiben ist sehr wahrscheinlich. Trotzdem findet
die Verkehrssicherheitsbeauftragte des Gymnasiums Altenholz den Waldweg
sicherer, als sich als Fahrradfahrer dem Verkehrschaos vor dem Gymnasium
Altenholz auszusetzen.

 
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