Der Norden als IT-Standort ? Ja, das geht...

Gymnasium WellingdorfGymnasium Wellingdorf 16. November 2017

Im Interview: Lydia Bahn, Diplom-Mathematikerin, Geschäftsführerin der assono GmbH in Schwentinental, ein international anerkanntes, norddeutsches IT-Beratungsunternehmen

Frau Bahn, wann fassten Sie den Entschluss die Firma zu gründen?

Die Idee, eine eigene Firma zu haben, war mir schon während meiner Studienzeit nicht fremd. Während ich drei Jahre für ein mittelständisches IT-Beratungsunternehmen gearbeitet habe, habe ich zunehmend gespürt, dass ich mehr Herausforderung brauche.

Mit der Gründung meines eigenen Unternehmens wollte ich ein Umfeldschaffen, in dem viel Kreatives wachsen und gedeihen kann. Ein Unternehmen, wo Leistung gelebt werden kann, Kunden begeistert werden und Teamzusammenhalt und Respekt im Vordergrund steht. Mit dieser Vision habe ich zusammen mit meinem Mann, Thomas Bahn, die Firma assono gegründet.

Wo wurde die Firma assono gegründet?

Wir haben unsere Firma in Raisdorf, heute Schwentinental, aufgebaut. Nach zwei Jahren haben wir dann noch einen zweiten Standort in Hamburg-Bahrenfeld aufgemacht.

Wie sind Sie auf den Firmennamen gekommen?

Den klassischen Weg der Firmenbenennung mit eigenem Nachnamen "Bahn"wollten wir beide nicht gehen. Da hätte es auch im Internet-Zeitalter wegen der Deutschen Bahn Verwechslungen geben können. Da ich auch eine Musikschule abgeschlossen habe, fand ich assono sehr treffend, was auf Latein heißt: "ich stimme mit ein". Wir wollten mit assono IT-Lösungen anbieten, die wie im Orchester eine Melodie ergeben, alle in eine Richtung spielen.

Wie war es am Anfang, als Sie die Firma aufgebaut hatten?

Es war sehr spannend und sehr aufregend. Wir wollten sehr viel in kurzerZeit schaffen. Dabei mussten wir natürlich zuerst das Handwerk der Unternehmensführung lernen: Buchhaltung, Marketing, Vertrieb, Personalgewinnung, Auslastungssteuerung und einiges mehr. Als Mathematiker sind wir aber gewohnt, viel in kurzer Zeit zu verstehen und lernen zu können. Unser Ziel war es, ein hervorragendes Unternehmen zu schaffen, wo viele Mitarbeiter sich unbegrenzt entfalten können und unsere Kunden immer wieder begeistern können.

Welche Probleme gab es?

Wir hatten den Anspruch in der ersten Zeit vieles selbst mitzumachen, um Prozesse besser zu verstehen. Das hat natürlich viel Zeit gekostet.Heute würde ich jedem empfehlen, so was wie Buchhaltung sofort herauszugeben.

Was war das Schwierigste während dieser Zeit?

Qualifiziertes und zu den Aufgaben passendes Personal zu finden. Viele Bewerber passten nicht ausreichend zu den Stellenprofilen. Natürlich war auch die Wirtschaftskrise um 2009 für unser Wachstum, wie auch für alle andere Unternehmen, nicht besonders förderlich. Wenn einer unserer großen Kunden angekündigte Bestellungen verschob, mussten wir schnell für Ersatz sorgen.

Wie hat die Familie darauf reagiert?

Grundsätzlich positiv. Sie haben mich aber schon gefragt, ob ich wirklich so viel Risiko tragen möchte. Aber sie kennen mich, und wussten, dass ich immer nach dem Besonderem strebe und etwas Besonderes aufbauen werde.

Wo sehen Sie Ihre Firma in 10 Jahren?

In 10 Jahren haben wir unser Spezialistenteam weiter ausgebaut und sehr viele Kunden bei der Digitalisierung unterstützt.

Unsere Kunden schätzen uns als IT-Innovationsspezialisten, Künstliche Intelligenz ist unser Tagesgeschäft und unsere Mitarbeiter machen die Welt mit ihrer Leistung immer besser.

 
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