Moderne Welt - Roboter hilft in Klinik

Gymnasium Altenholz Gymnasium Altenholz 22. November 2017

von Paula Deppenbrock (14) und Tessa Kuchel (15)
Klasse 9c, Gymnasium Altenholz

KIEL. Vor kurzem wurde in der Kinderklinik des
Universitätskrankenhauses Kiel ein neuer Mitarbeiter eingestellt. Eigentlich
ist diese Nachricht nicht der Rede wert, doch handelt es sich hierbei nicht um
eine gewöhnliche Person, sondern um einen humanoiden (menschlichen)
Roboter.
In der Testphase wird der rund 60 Zentimeter große, etwa 4,5 Kilo schwere
und ca. 18.000 Euro teure Roboter von den Klinikclowns begleitet. Den Clowns
ist eine schwierige Aufgabe gestellt: Sie wollen dem tristen Klinikalltag,
begleitet von Langeweile, Schmerzen und langem Warten entgegenwirken. Dabei
ziehen sie in ihrer eigenen, lustigen Arbeitskleidung von Station zu Station
und unterhalten Patienten und Besucher. Mit lustigen Lieder, Kunststücken und
Witzen bringen sie somit etwas Spaß und Freude zu den Patienten und Besuchern.
Bereits beim ersten Zusammentreffen von Clown und Patient dürfte das erste
breite Grinsen auftauchen. Denn beim Vorstellen werden sich die beiden
Clowndoktoren als „Dr. med. Wurst" und „Dr. Baguette" vorstellen. Neuerdings
sind das allerdings nicht die einzigen, die sich vorzustellen haben. Roboter „Zora"
ist das nächste neue Gesicht, oder besser gesagt die neue Bespaßungs-Attraktion auf der Kinderstation.

Der Roboter wurde in den Niederlanden von der Firma „SoftBank
Robotics" erfunden. Der Name „Zora" entsteht durch die niederländischen
Schlagwörter „Zorg ouderen Revalidatie en Animatie", die so viel bedeutet, wie
Altenpflege, Rehabilitation und Animation. Genau mit diesen drei Fähigkeiten
möchte das Team des UKSH arbeiten. Denn der Roboter soll die Patienten an die
Einnahme von Medikamenten erinnern, mit ihnen physiotherapeutische Übungen
machen und sie vom Klinikalltag durch beispielsweise kleine Spiele, wie „Sching
Schang Schong" (siehe Bild) ablenken. Doch diese Aufgaben kann sie nicht ohne
menschliche Hilfe erfüllen, denn diese müssen vorher genauestens
einprogrammiert werden. Der Klinikclown Dr. Med. Wurst weiß zu berichten: „Der
Besuch bei den Patienten läuft eher wie ein Rollenspiel ab, da Zora nur auf
Codewörter, sowie auf Signale des iPads und auf QR-Codes reagiert." Über ein
privates WLAN-System des Roboters gelangen die Signale des iPads zu Zora. An
dem Kopf des Roboters befindet sich eine kleine Kamera, über welche sie die
QR-Codes erfassen kann. Wenn sie mit dem Patienten tanzt, spielt sie Musik über
Lautsprecher ab, die sich bei ihr anstelle der Ohren befinden. Beim ersten
Einsatz des Roboters auf der Station reagierten die Kinder erstaunt, fasziniert
und lachend auf den neuen Spielgefährten.

Dies ist ein weiterer Schritt zu modernen
Unterhaltungsmethoden bei Kindern, die in der Kinderklinik des UKSH in Kiel zu
einer Erleichterung des Aufenthalts führen wird.

 
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