Abhängig von Aufmerksamkeit

Soziale Medien und die Selbstdarstellung

Soziale Medien und die Selbstdarstellung
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Von Noel Vylsteke, 9d, Gymnasium Kronshagen


Jetzt gerade stirbt wahrscheinlich ein Jugendlicher an einem Selbstmord. Sie fragen sich warum und es gibt natürlich viele Möglichkeiten an
Auslösern, doch ich habe mich mit einigen häufigen Gründen für Suizide, Depressionen und Identitätsprobleme befasst, nämlich dem Mobbing, den Unterhaltungen (Chats) und Selbstdarstellung im Internet.

Dass Instagram, Snapchat, WhatsApp etc. Plattformen sind, in denen das Cybermobbing Gang und Gebe ist, wissen mittlerweile die Meisten. Doch
dass gerade Jugendliche nach Likes, Kommentaren, Markierungen und anderen Aufmerksamkeit bringenden Angaben süchtig sind, wissen die meisten nicht. Ob man es wahr haben will oder nicht, für viele Jugendliche ist es unglaublich wichtig, wie viele Likes das Bild bekommt, welches sie eben auf Instagram hochgeladen haben. Doch warum?

Die Sozial Media Seiten sind für fast jeden Schüler ab ca. 12 Jahren kaum noch wegzudenken. Die Abhängigkeit ist auch nicht das Problem,
sondern die Gier, sich als perfekt auszugeben oder immer bekannter zu werden. Gerade in der Pubertät wissen viele nicht wer sie sind, was für einen Charakter sie haben, was sie eigentlich erreichen wollen etc.. Diese Identitätsprobleme haben teilweise drastische Folgen, die einen werden drogenabhängig oder beispielweise magersüchtig, die anderen begehen vielleicht Selbstmord. Wir kennen es von Prominenten, wie z.B. Sawyer Sweeten, der Schauspieler von ,,alle lieben Raymond“ nahm sich April diese Jahres mit 19 Jahren das Leben nahm, die dem Druck nicht mehr standhalten können, so schlimm muss es nicht kommen, es reichen auch Einbrüche im Leben, als Folgen wie bei Miley Cyrus, Justin Bieber oder Charlie Sheen, die immer wieder starke Abstürze in ihrem Leben haben. Doch wenn man mal nachguckt, geht es vielen Leuten in unserem Umfeld ebenso. An vielen Beispielen in den letzten Jahren konnte man sehen, wie stark das Cybermobbing zu genommen hat. Facebook wurde früher sehr oft mit Selbstmorden durch Mobbing in Verbindung gebracht, heute sind es hauptsächlich Instagram, Ask.fm und WhatsApp, weil diese Plattformen mittlerweile die sind, auf denen sich die Mitschüler oder andere Bekannte befinden.

Gerade in den letzten Jahren ist allerdings besonders die Abhängigkeit von Aufmerksamkeit unglaublich gestiegen, nur wie wird man „Fame“?
Eine Frage, die sich viele Jugendliche stellen. Oft denken sie, sie erlangen Bekanntheit wenn sie ,,coole“ Dinge tun wie Shisha rauchen, trinken, feiern usw. und dies dann posten. Doch in 98% der Fälle stehen diese Personen nicht dahinter und tuen dies nur um ,,cool“ zu wirken. Diese vorgetäuschte Selbstdarstellung ist für Manche das größte Problem, denn es gibt kaum etwas Schlimmeres, als nicht zu wissen, wer man ist, umso schlimmer, wenn man vorgibt jemand anderes zu sein. Diese Verstellung, der eigenen Art kann schwerwiegende Folgen haben. Sie glauben mir nicht? Dann hinter fragen sie sich, ob sie nicht mal in solch einer Situation befanden. Diese Situationen werden für die Betroffenen Alltag! Nur wer will das?  Aus der Perspektive der
betroffenen Personen, wie von Sawyer Sweeten, oder Freunde in unserem Umfeld,  kann man sagen, dass sie dem Druck standhalten wollen/müssen, eine falsche Ansicht, die diese Leute alles tun lässt. Oft ist es der Gruppenzwang, der diese Jugendliche dort hineinzwängt, Sprüche wie:,, ey, bist ein Spielverderber?“ will niemand hören. Deshalb ist der Freundeskreis sehr häufig einer der Gründe für diese Taten.

Man sollte doch dennoch nie die positiven Aspekte von Instagram, Facebook, WhatsApp, Snapchat, Ask.fm etc. außer Acht lassen, wie z.B. die Kontakte die man dadurch findet und aufrecht erhält, den Spaß den man teilt, Initiativen die entstehen wie Unicef, dann die Dinge, die man einfach an die Öffentlichkeit bringen kann und dies ganz schnell. All dies, sind positive Facetten des Internets, welche man nie vergessen sollte. Wichtig ist einfach, dass man sich nicht verstellt und dazu steht, wie man ist, was man macht und wer man ist! Oder man hält sich ganz einfach vom ganzen fern, in dem man immer dran
denkt, was wichtig ist. Vor allem sollte man immer darauf achten, dass diese Sucht, Angst und Folgen niemandem im Bekanntenkreis geschieht. Und ja nicht
einem selbst!


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