Informationen zum Ende der App Vine.

Twitter tötet Vine

Trauer bei Millionen Usern

Am 27. Oktober gaben die Sozialen Netzwerke Twitter und Vine überraschend bekannt, dass die Video-App Vine in den nächsten Monaten eingestellt wird. Obwohl Vine im Dezember 2015 noch 200 Millionen aktive User verzeichnen konnte, soll es aus Kostengründen und auf Grund finanzieller Probleme von Twitter eingestellt werden. Hinzu kommt, dass viele prominente Nutzer in den letzten Jahren zu der Konkurrenz gewechselt sind, da dort bessere Bedingungen geboten wurden.

Vine ist ein Videoportal, bei dem 6 Sekunden lange Videos geteilt werden. Eine besondere Funktion ist der Loop. Beim Loop handelt es sich um einen automatischen Neustart-Mechanismus. In den Kurzvideos, den sogenannten Vines, werden hauptsächlich lustige Situationen dargestellt. Viele dieser Sketche werden auch von Nicht-Usern gesehen und auf anderen Plattformen geteilt. Aber auch Videos mit Hilfe des Stopptricks, bei dem die Videoaufnahme angehalten wird und etwas am Bild verändert wird, sind sehr beliebt. Vines kann man beim Posten einem der 15 Kanäle zuordnen, die verschiedene Themen haben. Vines, die mit Hilfe des Stopptricks gedreht wurden, kann man zum Beispiel dem Thema "Vine Magic" zuordnen.

Im Herbst 2012 wurde das Videoportal von Twitter gekauft. Der hauptsächliche Grund für die Übernahme war, dass sich Twitter und Vine von der Grundidee, Nachrichten möglichst kurz zu schreiben beziehungsweise darzustellen, sehr ähneln. Bei Vine gibt es außerdem die Möglichkeiten etwas zu liken in Form eines Smileys, Hashtags zu schreiben, jemandem zu "folgen" und seit einem Update im Jahr 2013 auch die Revine Funktion. Der Revine ähnelt stark dem Retweet von Twitter. Hierbei postet man einen Beitrag eines anderen, um diesen seinen Followern zu zeigen. Der Name und der Text des Urhebers werden hierbei eingeblendet.

Viele User der Plattform sind sehr traurig über den Untergang der Video-App, obwohl man angeblich die vorhandenen Clips zukünftig auf der Website anschauen und downloaden können soll. Aus dieser Trauer heraus entstand der Hashtag "ripvine". Unter diesem Hashtag werden zurzeit die besten
und bekanntesten Videos von der App geteilt. Zusätzlich schreiben viele Beteiligte Texte, um ihre Gefühle über das Ende von Vine auszudrücken. Neuesten
Nachrichten zufolge gibt es jedoch nun doch noch Hoffnung. Potenzielle Käufer von Vine sind auf Grund der jetzt gestiegenen Aufmerksamkeit eventuell bereit,
die App zu kaufen und weiterleben zu lassen. Ob sich Twitter darauf einlässt, ist zurzeit noch unklar. Nun heißt es für viele User abwarten und das Beste
hoffen.

Von Tim Schütze


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