Computerspielsucht

Klasse WPU Medienpraxis (Gymnasium Lütjenburg) 19. November 2018 3 Kommentar(e)

Computerspielsucht - Gefahr für dir heutige Jugend?

In der Fachsprache wird dies „Pathologischer Gebrauch von Computern“ genannt. Doch Computersucht ist nicht gleich Computersucht, denn darunter werden verschiedene Ausprägungen der Erkrankung zusammengefasst. Heutzutage wird der Gebrauch von Computer und Internet immer größer und größer. Ca. 85 Prozent der deutschen Haushalte besitzen einen oder mehrere Computer, fast genauso viele haben einen Breitbandinternetanschluss. So ist es nicht überraschend, dass es immer mehr und mehr an Computersucht Erkrankten gibt.

Bislang liegen allerdings noch nicht zu allen Formen ausreichende Forschungsergebnisse vor, sodass zurzeit noch alle Formen unter der Bezeichnung Computer- und Internetsucht zusammengefasst werden.

Allgemein werden Menschen als süchtig bezeichnet, deren Lebensinhalt hauptsächlich aus Computerspielen besteht – nicht, weil sie es möchten, sondern weil es zu Allgemeinheit wurde (Sinn unklar). Dadurch werden Freunde, Familie, Schule, Studium und Beruf stark vernachlässigt, das Denken von Computersüchtigen kreist nur um ihre Sucht, das Computerspielen.

Besonders anziehend wirken MMORPGs oder auch Massively Multiplayer Online Role-Playing Games, bei denen man allein oder in Gruppen Aufgaben meistern und Abenteuer bestreiten kann. Da es immer etwas zu tun gibt, entsteht schnell Druck, jederzeit online sein zu müssen – um alles zu erreichen und nichts zu verpassen. Computersüchtige können so schnell mehr als 30 Stunden in der Woche spielen.

Doch hierbei muss differenziert werden: Nicht jeder, der ein Online-Rollenspiel gerne spielt, ist auch automatisch süchtig. Es wird erst besorgniserregend, wenn Menschen den normalen Alltag meiden und sich in eine Spielwelt zurückziehen, das Spiel über Termine, Verpflichtungen, Freunde, Familie und eigene Bedürfnisse stellen. 

Im Drogen- und Suchtbericht 2009 nahm die Bundesregierung erstmals Stellung zur Problematik Computer- und Internetsucht. Damals ging man von 2,8 Millionen Betroffenen aus, wobei die Dunkelziffer deutlich höher geschätzt wurde.

Demnach spielen:
⦁ 80 % der 12- bis 17-Jährigen sowie 75 % der 18- bis 25-Jährigen per Smartphone oder Spielekonsole Offline-Computerspiele und
⦁ 60 % der 12- bis 17-Jährigen sowie 50 Prozent der 18- bis 25-Jährigen Online-Computerspiele.

Groben Schätzungen nach sind davon ein bis sechs Prozent wirklich computerspielsüchtig – wobei deutlich mehr Jungs als Mädchen betroffen sind.

Die Computerspielsucht ist eine psychische Erkrankung, dabei handelt es sich um verzögerte Wahrnehmung. Die Computerspielsucht ist therapierbar.

Exzessives Computerspielen beruht offenbar auf den gleichen hirnphysiologischen Prozessen wie etwa Alkoholismus: Das Gehirn eines Spielsüchtigen reagiert auf einen Screenshot seines Lieblingsspiels ähnlich wie das eines Alkoholikers auf den Anblick eines Biers.

Viele fangen auch an Computerspiele zu spielen, wenn sie Stress haben, um Frust und Unsicherheit zu verdrängen. Jedoch ist es nie die richtige Lösung, etwas zu verdrängen, statt sich dem Problem zu stellen und zu versuchen es zu lösen.

Quellen:
https://www.spektrum.de/ratgeber/computerspielsucht/1061393
https://medlexi.de/Computerspielsucht
https://www.spieleratgeber-nrw.de/

Isabel Sokolov, Gymnasium Lütjenburg, WPU Medienpraxis


 
3 Kommentar(e)
  1. Leon Staggen
    22. November 2018

    Echt Informativ
  2. Sabine
    25. November 2018

    Guter Bericht !!
  3. sophie
    12. Dezember 2018

    duter schreibstiel und auch interessante fackten

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