Der Legostein

Kathrin Ahlmann-Eltze 12. November 2018 4 Kommentar(e)
© melf green

Der Legostein

Sie kennen ihn höchstwahrscheinlich, den Legostein. Aber wissen Sie auch, wo er herkommt und was seine Geschichte ist? Denn es war nicht immer ein Stein. Es war im Jahre 1932 in Billund, einer kleinen Stadt in Dänemark. Dort lebte der Tischler Ole Kirk Christiansen. Er hatte seine eigene Firma. Doch es lief nicht gut. Und da Ole wenig Geld hatte, musste er auch seinen letzten Arbeiter entlassen. Doch Ole gab nicht auf und kam auf die Idee, Holzspielzeug herzustellen. Das kam gut bei den Kunden an, doch der Verkauf lief nicht gut, bis sein Sohn Gotfried half. Es sprach sich herum, dass in Billund Spielzeug bester Qualität hergestellt wird. So kam eines Tages ein Großhändler aus Fredericia und war begeistert. Er bestellte eine große Menge Spielzeug. So konnte Ole seine Arbeiter wiedereinstellen und fertigte das Spielzeug noch vor Weihnachten. Doch dann kam ein Brief, in dem stand, dass der Händler das Spielzeug nicht bezahlen konnte, und nun saßen sie da mit dem ganzen Spielzeug. Aus dem Grund fuhr er durch die Stadt und tauschte das Spielzeug gegen Essen ein. Aber es lief immer noch nicht ganz rund, denn die Firma brauchte einen Namen, der irgendwas mit „leg godt" zu tun haben sollte, „leg godt" ist dänisch und heißt „spiel gut" und so entstand der Name Lego. Was Ole aber nicht wusste, war, dass lego lateinisch ist und „zusammenstecken" bedeutet. Unter dem neuen Namen lief es so gut, dass er sich von dem Geld eine Fräsmaschine kaufen konnte. Eines Nachts brach ein Feuer in der Werkstatt aus und zerstörte alles. Doch Ole baute die Firma wieder auf und produzierte wieder Holzspielzeug. Auf einer Messe in Kopenhagen kaufte er eine Spritzmaschine, mit der er kleine Plastikfiguren spritzte. Ole hatte immer noch einen Plastikstein in seiner Tasche, den er auf der Messe bekommen hatte. Er dachte sich, dass man daraus super Häuser bauen könnte. So kam das erste Lego-Set auf den Markt und verkaufte sich immer besser. Auf der Rückreise von einer Geschäftsreise traf Gotfried den Chef eines großen Einkaufszentrums und kam mit ihm ins Gespräch. Sie redeten über die Spielzeugindustrie. Der Mann sagte, dass Spielzeug kein System hätte, aber eins bräuchte. Darüber dachte Gotfried noch lange nach. Dann hatte er es: Man sollte denn Kindern keine vorgegebenen Lösungen geben, sondern sie sollten selbst kreativ werden. Und so kam das erste Legosystem auf den Markt. Es war eine Stadt, die man entweder per Anleitung oder nach den eigenen Vorstellungen aufbauen konnte. Das Unternehmen wurde immer erfolgreicher, denn es hatte schon außerhalb von Dänemark gute Geschäfte gemacht. Doch es gab immer noch ein Problem, man konnte zwar alles bauen, aber es war nicht stabil und fiel immer wieder auseinander. Nach langem Überlegen fand er eine Lösung. Er schaffte es, mit Röhren im Stein Stabilität ins Modell zu bringen. Dann brannte die Firma nochmal ab. Ole starb. Gotfried baute die Firma wieder auf und stellte die Holzproduktion ein, weil er sich voll auf das Legosystem konzentrieren wollte. Es lief so gut wie noch nie zuvor. So plante er einen Flughafen für Billund, damit er seine Pakete in die ganze Welt transportieren konnte. Er baute das Legoland, damit er seine vielen Modelle ausstellen konnte. Das ist ein voller Erfolg. Heute ist Lego eine der größten Spielzeugfirmen, weltgrößter Reifenhersteller und fasziniert Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt.
Melf-Christian Green, Klasse 7a des Gymnasium Kronwerk

 
4 Kommentar(e)
  1. Anonym
    22. November 2018

    Sehr schöner Text.
  2. Rike und Lina
    22. November 2018

    Spannendes Thema. Hat uns sehr gefallen
  3. Hajar und Rümeysa
    22. November 2018

    Tolles bild
  4. M aren
    25. November 2018

    Danke für die vielen Hintergrundinfos über die Entstehung von Lego! Was für eine spannende Geschichte!

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