Die Jäger des versteckten Schweins

Jördis Früchtenicht 25. Februar 2019
© Thomas Eisenkrätzer

Damperhof. Ein kleines Schwein, nicht rosa, sondern rot, versteckt sich in der Hauptfiliale der Förde Sparkasse am Lorentzendamm. Die Klasse 4b der Grundschule Barkauer Land aus Kirchbarkau, die die Bank im Rahmen von MiSch (Medien in der Schule) besucht, soll es finden – muss aber erst einmal gut aufpassen. Denn wo sich das Schwein versteckt, findet nur heraus, wer kleine Rätsel löst und dadurch einen Code erhält. Der Geschichte, die die Suche erklärt, hören die Viertklässler aufmerksam zu. An einer Stelle, an der Kinder als schüchterner als Erwachsene beschrieben werden, gibt es allerdings deutlich Widerspruch – Kinder seien nicht schüchtern, findet die Klasse.

Die Jagd nach Schwein und Schatz beginnt an einer dicken Panzertür. Dahinter verbergen sich Schließfächer für die Bankkunden. Den Raum selbst sehe normalerweise nur ein Techniker von innen, erklärt Lars Wartenberg von der Förde Sparkasse: „Ein Kran fährt hin und her und holt für die Kunden die Fächer heraus." In einem angrenzenden Raum würden die Fächer dann bereitgestellt. Als Wartenberg fragt, was die Viertklässler hier lagern würden, sagt Anna: „Ich würde mein Bett da hineinstellen. Dann kann mich mein Bruder morgens nicht wecken."

Nachdem er die Panzertür wieder fest verschlossen hat, will Wartenberg von den Kindern wissen, wie viele Schließfächer sich in dem Raum befinden. Das hatte er zuvor erwähnt. Nun zeigt sich, dass die Kinder gut aufgepasst haben. Dass es 3220 Fächer sind, wissen noch fast alle. „Wenn ihr die Zahlen jetzt zusammenzählt, habt ihr die erste Zahl für den Code", sagt Wartenberg.

Mit dem ersten Teil der Lösung im Kopf setzt die Klasse ihren Weg durch die Filiale des MiSch-Projektpartners fort. Über die Kundenhalle geht es nach oben. „Wisst ihr, in welchem Stockwerk wir sind?", fragt André Santen, Sprecher der Förde Sparkasse. Dass sie im sechsten Stock sind, finden die Kinder schnell heraus, schließlich steht die Zahl an der Wand im Treppenhaus. Damit ist bereits die zweite Ziffer des Codes geknackt, doch noch fehlt vom kleinen, roten Schwein jede Spur.

Um an die letzten beiden Zahlen zu kommen, müssen die Kinder bei zwei Videos gut aufpassen. Im ersten werden verschiedene Filialen der Förde Sparkasse gezeigt. Die Schüler sollen im Anschluss sagen, wie viele es waren. Auf die Frage „Was ist eine Filiale?" hat Santen natürlich eine Antwort. Allerdings verrät er bei der Gelegenheit aus Versehen, dass vier Filialen im Video zu sehen waren. Die letzte Zahl, die im zweiten Video versteckt ist, finden die Kinder ohne Probleme.

Der Code ist vollständig, doch vor der letzten Etappe der Schatzsuche wird eine Pause eingelegt. Die Schüler sind hin- und hergerissen, ob sie die Aussicht über Kiel, Getränke oder Eis genießen sollen – und entscheiden sich fast alle für sämtliche Optionen.

Danach heißt es, in der Kundenhalle die Tür zu finden, an der die vier Zahlen stehen. Bei einem Besprechungsraum werden die Kinder fündig. Nun müssen sie das kleine Schwein und den entscheidenden Hinweis suchen. Die Kinder blicken hinter Schränke, unter den Tisch und zwischen die Stühle. Schließlich haben sie Erfolg: Unter der Sitzfläche eines Stuhls klebt ein nur wenige Zentimeter großes Schwein mit dem entscheidenden Hinweis. Mit dem lässt sich ein Karton finden, in dem für jeden der Viertklässler ein kleines, rotes Schwein liegt.

Dieser Artikel ist in der KN-Ausgabe vom 21. Februar 2019 erschienen.

 
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