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Schüler wollen es ganz genau wissen

Christin Jahns 24. Februar 2019 1 Kommentar(e)
© Thomas Eisenkrätzer

Hassee. Macht der Beruf Spaß? Wie kommt man an die Nachrichten aus dem Ausland? Und haben Journalisten neben dem Schreiben auch andere Aufgaben? Die Schüler der Klassen 4a und 4c haben sich gut auf den Besuch aus der KN-Redaktion vorbereitet und ihre Fragen auf kleine Zettel geschrieben. Als die erste Vorstellungsrunde geschafft ist, halten sie sich nicht lange mit einfachen Fragen auf, sondern wagen sich direkt ans Eingemachte: „Wie viel verdient man als Journalist?", will Leana aus der 4a wissen. Und während einige Kinder mit der Antwort, dass die Bezahlung nach festen Regeln erfolgt und davon abhängt, ob man fester oder freier Mitarbeiter ist und über wie viele Jahre Berufserfahrung man verfügt, zufrieden sind, fragen andere hartnäckig nach: „Was sagen denn Ihre Eltern dazu, dass Sie Journalistin geworden sind?", will Mattes aus der 4d von KN-Volontärin Christin Jahns wissen.

Seit einer Woche steht „Zeitung lesen" bereits auf dem Stundenplan der Theodor-Heuss-Schüler, die an „Medien in der Schule" – kurz MiSch – teilnehmen. Das Projekt, das Kieler Nachrichten und Segeberger Zeitung in Kooperation mit der Förde Sparkasse und der Sparkasse Südholstein anbieten, läuft vom 11. Februar bis zum 9. März. In diesem Zeitraum wird den Schülern jeden Morgen die KN in die Schule geliefert. Beim Klassenbesuch bekommen die Kinder die Möglichkeit, Journalisten Fragen über ihren Beruf und die Entstehung der Zeitung zu stellen.

Ein Angebot, das die Schüler nutzen. Schließlich sollen Sie während des Projektes selbst kreativ werden, Berichte schreiben und sich Gedanken über ein Klassenfoto machen. Da ist es hilfreich zu wissen, warum es an manchen Tagen mehr Nachrichten gibt als an anderen, wie Journalisten an ihre Themen kommen, ob man auch Videos drehen darf und was man beim Fotografieren beachten muss. „Das Wichtigste ist, dass man die Leute immer fragt, ob man ihr Bild in der Zeitung zeigen darf", erklärt KN-Fotograf Thomas Eisenkrätzer. „Bei Kindern und Jugendlichen braucht man dazu auch die Zustimmung der Eltern", ergänzt Deutschlehrerin Jana Nielsen.

„Würdest Du deinem Chef bei manchen Themen gerne sagen, dass Du da keine Lust darauf hast und er das selbst machen soll?", will ein Schüler zum Abschluss wissen. Bei der Rückfrage, was er in so einem Fall denn seiner Lehrerin sagen würde, muss der Viertklässler überlegen. Vermutlich gehört es dazu, dass man ab und zu Sachen machen muss, auf die man nicht so viel Lust hat, entscheiden die Kinder. Manchmal sind Schule und Beruf gar nicht so verschieden.

Dieser Artikel ist in der KN-Ausgabe vom 21. Februar 2019 erschienen.

 
1 Kommentar(e)
  1. Promedia Maassen
    25. Februar 2019

    Wenn ihr auch wie die Klassen 4a und 4c der Theodor-Heuss-Schule Lust habt, einen Redakteur mit allen möglichen Fragen zu Zeitungsthemen zu löchern, meldet euch gerne für einen Redakteursbesuch bei der KN/SZ!

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