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Zeitung steht auf dem Stundenplan

Jördis Früchtenicht 7. März 2019
© Frank Peter

Wik. Dass sie in den letzten Wochen aufmerksam die Zeitung gelesen haben, beweisen die Kinder in der Schule am Sonderburger Platz dem Gast aus der Redaktion der Kieler Nachrichten. Als Volontärin Jördis Früchtenicht wissen möchte, wie hoch die Druckmaschine im Druckzentrum der KN ist, melden sich in der 4a fast alle Schüler und haben die korrekte Zahl parat: 17 Meter. Das stand schließlich erst vor ein paar Tagen in einem Bericht im Kieler Lokalteil.

Seit drei Wochen gucken die Schüler der Klassen 3b, 3c und 4a regelmäßig in der Schule in die Zeitung, da sie an MiSch (Medien in der Schule) teilnehmen. Bei dem Projekt, das Lese- und Medienkompetenz fördert, werden die KN vier Wochen lang in die Schule geliefert. Zusätzlich bekommen die Kinder bei den Besuchen aus der KN-Redaktion die Möglichkeit, Journalisten Fragen zu ihrem Beruf und zur Zeitung zu stellen. Das Projekt bieten Kieler Nachrichten und Segeberger Zeitung in Kooperation mit der Förde Sparkasse und der Sparkasse Südholstein an.

„Wie kommen Sie an eine Story?", möchte Pauline in der 3b wissen. Da gibt es mehrere Wege: Manche Menschen melden sich in der Redaktion, wenn sie etwas Interessantes wissen. Dann gehen Journalisten natürlich mit offenen Augen und Ohren durch die Stadt – und berichten über Dinge, die ihnen auffallen. Beim investigativen Journalismus ist auch manchmal richtig Detektivarbeit gefragt. Außerdem gibt es über Pressemitteilungen Informationen, etwa von der Stadt oder großen Vereinen. Zudem bekommen Medien über Nachrichtenagenturen Meldungen und Berichte zu verschiedenen Themen.

In der 3c möchte Henk wissen, wie die Redaktion an Informationen aus dem Ausland kommt. Auch dort gibt es Journalisten, die dann allerdings nicht unbedingt für die Zeitung selbst, sondern etwa für Nachrichtenagenturen arbeiten. Diese Korrespondenten berichten zum Beispiel über wichtige Ereignisse aus Washington.

Warum die Zeitung so dick ist, lässt sich schnell beantworten, nachdem die Schüler selbst aufgezählt haben, welchen Teil sie am liebsten lesen: Sport, Kiel, Kultur. Wenn über all diese Themen berichtet wird, ist für jeden etwas lesenswertes dabei.

Als während des Besuchs ein paar Hagelkörner gegen die Fensterscheibe schlagen, fällt den Viertklässlern noch eine Frage ein: „Wie kommt man als Journalist eigentlich zu seinen Terminen?" Das geht natürlich mit dem Auto oder auch mit dem Bus. Mitunter bietet sich auch ein Spaziergang an, um noch ein paar Eindücke in der Stadt zu sammeln. Da die Strecke an diesem Tag nicht so lang ist, hat die Volontärin das Fahrrad gewählt – und bereut es beim Blick aus dem Fenster ein wenig. Glücklicherweise haben die Schüler noch viele Fragen, sodass der Schauer vor dem Ende des Besuchs in der Schule vorbei ist.

Dieser Artikel ist in der KN-Ausgabe vom 06. März 2019 erschienen.

 
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