Warum sind da Löcher in der Zeitung?

Merle Schaack 9. März 2019
© Merle Schaack

Kiel. Da wird nicht nur gelesen, geblättert und mit dem Zeitungspapier geraschelt, sondern auch mal dran gerochen – bis das Druckerschwärze-Aroma in die Nase steigt. Als „MiSch Entdecker" bekommen die Viertklässler der Grundschule Schilksee derzeit täglich die Kieler Nachrichten in die Schule. Das Medium Zeitung kennenlernen – das tun die Schilkseer mit allen Sinnen. Bei so eingehender Beschäftigung mit der Tageszeitung werfen einige Entdeckungen ganz neue Fragen auf. „Warum sind da eigentlich Löcher in der Zeitung?", will der zehnjährige Leif als Erstes wissen, als KN-Redakteurin Merle Schaack die Klasse im Unterricht besucht. Gute Frage! Ein Anruf im KN-Druckzentrum in Moorsee bringt die Antwort: Die kleinen Löcher am unteren Seitenrand entstehen durch sogenannte Punkturnadeln. Sie kommen zum Einsatz, wenn die Zeitung nach dem Druck von der Maschine gegriffen und weitertransportiert wird. Alles rund um den Zeitungsdruck wollen die Viertklässler sich noch am selben Abend vor Ort erklären lassen, denn auch ein Druckereibesuch ist im Rahmen des von der Förde Sparkasse und der Sparkasse Südholstein unterstützten Projekts möglich.

Aber auch rund um den Redaktionsalltag haben die Schüler von Lehrer Axel Nitsche Fragen über Fragen. Wie lange kann ein Journalist morgens schlafen? Während die Kinder um acht in der Schule sein müssen, beginnt die Morgenkonferenz in der KN-Redaktion erst um 10.15 Uhr. Andererseits: Als Journalist ist man eigentlich immer im Einsatz. Und das Internet schläft ja nie. Was passiert, wenn ein Artikel mal nicht rechtzeitig fertig wird, will Lucas wissen. Ganz einfach: Das darf nicht passieren. Planung ist alles, damit man beim Schreiben nicht unter Zeitdruck gerät. Wie lange dauert es denn, so einen Artikel zu schreiben? Da ist die Antwort nicht ganz so einfach, denn das hängt von der Textsorte ab. Meldung, Kommentar, Reportage, Bericht ... Die haben die Kinder alle schon gelernt. Mühelos zählen sie auch die verschiedenen Ressorts auf. Während Bayern-Fan Erik genau wie Flavio und Leif am liebsten den Sportteil liest, findet Armanda den Kultur- und Freizeit-Teil am spannendsten. Almina freut sich besonders über Turn-Berichte – zählt sie Turnen doch zu ihren Hobbys. Die Zeit vergeht wie im Flug, die Fragen gehen den jungen Lesern nie aus. In welchem Schulfach muss man besonders aufpassen, wenn man Journalist werden will? Die Antwort ruft einige gequälte Gesichter hervor. Aber die Rechtschreibung, die muss sitzen. Eine andere Grundvoraussetzung für das Reporter-Dasein erfüllen die Schilkseer Viertklässler aber alle schon. Neugierig genug sind sie

Dieser Artikel ist in der KN-Ausgabe vom 08. März 2019 erschienen.

 

 
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