Albinismus in Afrika

Leonie Muxfeldt,Gymnasium Lütjenburg,WPU Medienpraxis 15. November 2020
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Albinismus kommt von dem lateinischen Wort „ Albus", welches „Weiß" bedeutet und für eine angeborene Störung in der Biosynthese der Melanie steht. Daraus resultiert die hellere Haut-, Haar-, beziehungsweise Fell- und Augenfarbe. Durch die hellere Haut bekommen Menschen mit Albinismus schneller Sonnenbrand und bei vollständigen Albinismus sind die Sehschärfe und das räumliche Sehen eingeschränkt, welches auch Noah-Syndrom genannt wird. Albinismus kann bei Menschen, Tieren und Pflanzen auftreten, die Tiere werden „Albinos" genannt doch die Menschen ziehen es vor, „Menschen mit Albinismus" genannt zu werden. Albinismus ist nicht heilbar.

Weltweit ist die Prävalenz von Menschen mit Albinismus 1:20000, aber in Afrika liegt diese bei 1:10000, in Tansania leben die meisten Menschen mit Albinismus. Aber warum gibt es dort so viele Menschen mit Albinismus? Forscher glauben, es sei eine Folge der Blutsverwandtschaft. Statistiken zeigen, dass fünfzig Prozent der Menschen mit Albinismus in Tansania einen Verwandten mit Albinismus haben.

Afrika ist kein guter Kontinent für Menschen mit Albinismus, da es dort durch fehlende Bildung, viele Menschen gibt, welche den einheimischen Mythen und Religionen viel Glauben schenken. Einheimische „Hexendoktoren" und ihre Anhänger glauben daran, dass Körperteile von Menschen mit Albinismus magisch seien und daher, als „Zaubertränke" verarbeitet, Reichtum oder Glück bringen.

Daher sind Menschen mit Albinismus in Afrika oft nicht sicher: Sie werden verfolgt und getötet, sogar ihre Gräber werden ausgehoben und geschändet. 2017 fand die Polizei mindesten 39 Fälle, in denen ein Verstorbener illegal aus seinem Grab entfernt oder ein Körperteil entfernt wurde.

Andere Religionsanhänger sind der Meinung, dass Albinismus eine Strafe Gottes sei und Menschen, die diese Störung haben, von bösen Geistern besessen sind, und Unglück bringen. In Simbabwe zum Beispiel heißen Menschen mit Albinismus „Sope", was darauf hindeutet, dass sie von bösen Geistern besessen seien. In Tasania werden Menschen mit Albinismus „Nguruwe" welches „Schwein" bedeutet, oder auch unter „Zeru", welches auch „Geist" oder „Strafe Gottes" bedeutet, genannt.

Was tut man in Afrika, um gegen die Verfolgungen von Menschen mit Albinismus anzukommen? In Tansania zum Beispiel verurteilt der Präsident Kikwete öffentlich „Hexendoktoren", welche Menschen mit Albinismus benutzen, er verurteilt auch Mittelsmänner sowie die Auftragsgeber, zu denen manchmal auch Mitglieder der Polizei gehören. Außerdem wird versucht die Menschen in Afrika über Albinismus aufzuklären.

Und es scheint zu klappen denn die Gewalt gegen Menschen mit Albinismus in Tansania geht zurück. Es gibt aber noch eine weitere Maßnahmen, welche vor allem für die jüngeren Kinder gedacht ist: So genannte „Camps", in denen  Kinder mit Albinismus leben. Sie schlafen und essen dort und werden unterrichtet. Sie leben dort unter den Schutz anderer Menschen, abgeschottet von der Welt. Es gibt auch verschiedene Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel „Tumaini". Dieser Name bedeutet auf Deutsch „Hoffnung" und auch diese Organisation versucht,den Menschen mit Albinismus in Afrika zu helfen.

 
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