Das Meer - die bequeme Müllhalde?

Schülerin der Klasse 9a des Gymnasiums Schloss Plön 20. November 2020
© Greenpeace / Alex Hofford
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Sicherlich habt ihr alle schon einmal von der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll auf dem Land gehört.

Viele vergessen aber, dass auch die Meere betroffen sind. Ein wichtiger Faktor der anthropogenen Meeresverschmutzung sind die treibenden Müllkippen auf dem Meer. Diese Ansammlungen von Abfall entstehen durch nicht fachgerechte und illegale Entsorgung von Müll im Meer oder Verbindungen zum Meer. Vor allem Plastikmüll stellt eine große Bedrohung für verschiedenste Lebewesen dar, da Plastik sehr langsam zersetzt wird und als Mikroplastik weiterhin im Meer treibt. Die dort lebenden Tiere, beispielsweise Fische, nehmen Plastik und Mikroplastik auf, weil sie es für Nahrung halten und verhungern mit vollen Mägen, da das Plastik nicht verdaut werden kann. Jetzt könnte man denken, dass das für die Menschen kein Problem darstellt, allerdings kommt genau dieses Plastik durch den Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten zu uns zurück.
Die Lösung für dieses Problem liegt daher nahe. Das Vermeiden von Plastik und die sachgemäße Entsorgung von diesem würde verhindern, dass die treibenden Müllteppiche weiter wachsen. Um das Problem jedoch vollständig zu beseitigen, müsste man die treibenden Müllkippen mithilfe von Schiffen restlos entfernen.

Ein weiterer Faktor der Meeresverschmutzung sind Dünger, Pestizide und Chemikalien, die über Flüsse ins Meer gelangen. Sie sind oft der Auslöser für Algenblüte, welche den Sauerstoffgehalt im Wasser verringert, wodurch viele Lebewesen im Meer ersticken. Dieses Phänomen bringt große tote Zonen hervor, in denen kein Leben mehr möglich ist. Tatsächlich ist schon das vollständige Meer mit solchen Stoffen kontaminiert, da das Meer bis 1970 als „bequeme Müllhalde" betrachtet wurde und Pestizide, chemische Waffen und radioaktive Abfälle dort entsorgt wurden.Gelöst wurde dieses Problem durch das Londoner Deponieabkommen für toxische Materialien, welches 1972 beschlossen wurde und das Meer vor Giftmüll und radioaktiven Stoffen schützen soll.
Das Nachfolgeabkommen, die Londoner Konvention, verschärfte und festigte diese Regelungen und verbot das Verbrennen von Giftmüll auf dem Meer, sowie das Abladen von radioaktiven und industriellen Abfällen. Damit ist das Meer effektiv vor weiterer Verschmutzung geschützt, allerdings sind die Schäden, die es aus der Vergangenheit mitgetragen hat, nicht mehr rückgängig zu machen. Neben der Verschmutzung des Meeres durch den Menschen von Land aus spielt auch die Verschmutzung durch die Schifffahrt eine große Rolle. Öl gelangt hauptsächlich durch Unfälle und illegale Entsorgung ins Meer. Dadurch werden die betroffenen Meeresregionen oft für Jahrzehnte vergiftet und hunderttausende Tiere sterben. Vögel erfrieren, da das Öl dafür sorgt, dass ihr Gefieder die isolierende Wirkung verliert. Meereslebewesen atmen das Öl ein und sterben dann oder werden krank und die Pflanzen sterben ab, da das Öl giftige Stoffe enthält.                                                                              
Ein weiteres Problem ist der Müll, der von Schiffen abgeworfen wird. Vor allem Netze sind für verschiedenste Unterwasserlebewesen gefährlich, da sie sich verfangen können und dann verhungern.

Mittlerweile wird das Meer durch viele verschiedene Maßnahmen geschützt, allerdings sollte jeder darauf achten, das Meer nicht weiter zu belasten und zu seiner Reinigung beitragen, damit es sich nach und nach wieder regenerieren kann. Wichtige Schritte sind daher, Plastikmüll zu vermeiden und richtig zu entsorgen. Zusätzlich ist es auch möglich an, Beach Clean Ups teilnehmen, bei denen man zusammen mit den Menschen aus seiner Region den Müll vom Strand sammelt und Organisationen für den Meeresschutz zu unterstützen. Wenn alle ein wenig mithelfen, ist schon viel getan. Wenn ihr eure Mitmenschen informiert und selbst einen Beitrag leistet, ist es möglich, das Meer zusammen zu retten.

 

 
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