Der manipulative Algorithmus

Isabell, 12e RBZ am Königsweg 17. November 2020
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Der manipulative Algorithmus


Jeder kennt es doch: Wir sind online auf der Suche nach Schuhen. Sehen ein interessantes Paar. Klicken kurz drauf, um es besser zu erkennen. Finden es nicht ansprechend und geben die Suche für den Moment auf. Dann gehen wir auf Instagram, um uns den neusten Klatsch und Tratsch durchzulesen und schwups, wird uns dieses Paar Schuhe überall angezeigt und vorgeschlagen. Ist das nicht mega nervig?
So ist es aber nicht nur mit Schuhen, sondern mit allem, woran wir im Internet Interesse zeigen.
Dafür ist der sogenannte Algorithmus verantwortlich.
Er sammelt vorwiegend durch unsere Suchen im Internet Informationsmaterial über uns, wie z.B. unser Geschlecht, unsere Interessen und Vorlieben, usw. All diese Muster, Zusammenhänge, Informationen werden erfasst und in Nullen und Einsen umgesetzt. Aus diesen errechnet der Algorithmus mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit, was wir mögen, wofür wir uns interessieren, usw. und passt somit das weltweite Wissen und Angebot an 
uns an.
Demnach wird uns immer Ähnliches vorgeschlagen und selten mal eine andere Sichtweise zu einem bestimmten Thema gezeigt. Um beide Seiten der Medaille zu sehen, erfordert es schon ziemlichen Aufwand. Denn schließlich wird es uns nicht leicht gemacht, den manipulativen Algorithmus zu umgehen und somit nicht "nach seiner Pfeife zu tanzen".                                                                              Dennoch lässt sich feststellen, dass auch der Algorithmus nicht immer richtig liegt. Manche Interessen, die er über uns herausfiltert, treffen zu, andere wiederum nicht, denn sonst würde er uns nicht dieses Paar Schuhe anzeigen, welches uns gar nicht gefällt. Dadurch zeigt sich, dass ihm eine wichtige Verbindung zu uns fehlt, und zwar die menschliche.                                                   Trotz dessen bleibt er einer der größten Stippenzieher, wenn es darum geht, was wir zu erfahren bekommen und was nicht. Der Algorithmus hat die Kontrolle darüber, was uns angezeigt wird, was wir wissen sollen und dürfen, und demnach manipuliert er uns in unserem Wissen, Handeln, Verhalten und Erleben. So erhalten wir beispielsweise, wenn wir einen Begriff bei Google eingeben ein anderes Ergebnis, als jemand, der den gleichen Begriff in die Suchmaschine eingibt. Am Ende hat nämlich immer noch der Algorithmus die Fäden in der Hand und entscheidet, wem was angezeigt wird.
Doch wie können wir es schaffen diesem Algorithmus zu entgehen? Wie so oft im Leben ist Bildung der Schlüssel zum Erfolg. Erzählen wir den Kindern schon frühzeitig etwas über diesen Algorithmus, lernen sie schon im frühen Alter damit richtig umzugehen und ihn zu durchschauen.                                                        Es erfordert den Verstand eines jedes einzelnen, darüber nachzudenken, warum wir dieses oder jenes angezeigt bekommen, also manipuliert werden. Wenn wir den Algorithmus, der in der Software, also den Programmen steckt, kennen, sind wir schon mal klar im Vorteil, denn ein Sprichwort sagt: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“.                                                                                                                  Verhindern werden wir diese verkaufsfördernden und beeinflussenden Tricks der sozialen Plattformen und Onlinehändlern jedoch nicht, es sei denn,wir verzichten komplett auf das digitale Netzwerk.

 

 

 

 

 
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