Die Fehleinschätzung

J. Hoffmann (Klasse: 12b, RBZ am Königsweg) 16. November 2020
© Bild von Markus Roider auf Pixabay
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Ich saß auf dem Sofa und schaute wie jeden Abend einen Film. Meine Eltern kamen erst spät heim und mein Bruder war bei seinem besten Freund Aaron.

Es war später Abend, als ich bei der Tankstelle gegenüber merkwürdige Geräusche hörte. Ich sah, wie ein Mann und eine Frau mit dem Besitzer der Tankstelle redeten. Als ich dann in die Küche ging, um mir etwas zu Essen zu holen, bemerkte ich, dass der Besitzer zum Telefon lief und die beiden anderen Personen mit gefüllten Säcken und einer Waffe in der Hand zu ihren Motorrädern rannten und flüchteten. Die Polizei, welche wohl von dem Besitzer der Tankstelle gerufen wurde, nahm sofort die Verfolgung auf.

Da ich nichts Besseres zu tun hatte, rannte ich aus dem Haus, schnappte mir mein Motorrad und fuhr so schnell wie möglich hinterher. Ich war gerade nah genug an den Polizeiwagen dran, um mitzubekommen, wie einer der Polizisten durch ein Megafon rief: "Stehenbleiben! Ihre Flucht ist zwecklos! Also bleiben Sie stehen Herr und Frau Müller!" 

"Müller?! Diesen Namen haben doch auch die Eltern von dem besten Freund meines Bruders. Aber das kann einfach nicht sein. Es gibt so viele Leute, die so heißen... Aber halt, diese Motorräder kommen mir jetzt doch sehr bekannt vor und dann auch noch die Kennzeichen...! Es sind die Eltern von Aaron!", dachte ich mir. Nur konnte ich einfach nicht verstehen, wie solche eigentlich netten Leute so etwas machen konnten.

Die Polizei verfolgte die Diebe bis zu einem großen Wald. Die Motorräder konnten den schmalen Weg durch den Wald nehmen. Da abe die Polizeiwagen zu breit waren, fuhren sie um den Wald herum, um die Flüchtigen am Ende des Pfades abzufangen. Ich folgte den beiden auf dem Waldweg, aber mit etwas größerem Abstand, um nicht bemerkt zu werden. Es dauerte mindestens zehn Minuten, bis ich den Ausgang des Waldes und auch in der Ferne ein Gebäude mit einer großen, rot leuchtenden Schrift sah. Ich konnte aber nicht lesen, was auf diesem Schild stand. Herr und Frau Müller fuhren mit ihren Motorrädern direkt auf dieses Gebäude zu.

Als wir nur noch ein oder zwei Kilometer entfernt waren, konnte ich dann endlich lesen, was für ein Bauwerk das war. Die roten Buchstaben stellten das Wort "KINO" da. "Was wollen die denn im Kino?!" fragte ich mich etwas ängstlich und verwundert.

Am Kino angekommen, sprangen die Polizisten aus ihren Autos und rannten zum Eingang. Die Verbrecher waren etwas schneller angekommen und flüchteten in den vollen Kinosaal, um sich zu verstecken.

Gerade, als die Polizisten den Saal betreten wollten, hörten sie einen Schrei und gleich darauf einen lauten Knall.

 

 

 

 
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