Holocaust in China

Ben Bilalli & Nalin Sindi 9a Gymnasium Altenholz 18. November 2020 3 Kommentar(e)
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Die Welt verschließt die Augen

Seit 2017 werden 1-3 Millionen Uiguren und andere kleinere ethnische Gruppen (Kasachen, Kirgisen, Hui-chinesen, sowie andere Muslime und Christen) in Konzentrationslagern, die sich in China befinden, gegen ihren Willen festgehalten. Sie werden nicht nur daran gehindert, ihre Religion frei auszuleben, sondern müssen auch unter sehr schlechten Bedingungen leben.

Wie und wo leben die Uiguren?
Die 10 Millionen Uiguren sind ein Turkvolk, das den Islam als Religion hat. Chinesen beziehen sich das erste Mal in der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) auf die Uiguren.
Ihre Sprache und Schrift ist der chinesischen nicht ähnlich, obwohl sie in der chinesischen autonomen Provinz Xinjiang leben.
Die Region Xinjiang ist die flächengrößte Provinz in China mit einer Bevölkerung von 21.81 Millionen (stand 2010). Uiguren machen ungefähr die Hälfte dieser Bevölkerung aus.
In China wird der Islam schon seit ca. 1.400 Jahren von den Uiguren praktiziert.
Der Islam ist eine beruhigende, wachsame, aber auch eine missverstandene Religion.
Der Name dieser Religion bedeutet eigentlich „Frieden" und hat nichts mit Terror zu tun. Der Islam entstand im 7. Jahrhundert n.Chr. im Gebiet des heutigen Saudi-Arabiens.
Es ist die zweitgrößte Weltreligion mit 1,8 Milliarden Anhängern. Zurzeit ist der Islam die am schnellsten wachsende Religion.

Umerziehungslager" oder Konzentrationslager
Interne Dokumente aus dem chinesischen Verwaltungsapparat, welche 2017 und 2018 von Zhu Hailun, einem der obersten Sicherheitsbeauftragten Xinjiangs, geprüft, gestempelt und unterschrieben wurden, belegen, dass die Uiguren überall in vielen Konzentrationslagern Xinjiangs gefangen gehalten werden.
Die Regierung verbietet den Uiguren und den anderen Ethnien in den Konzentrationslagern den Kontakt zur Außenwelt. So leben viele uigurische Familien außerhalb Chinas in sehr großen Ängsten. Sie berichten, dass der Kontakt zu ihrer Familie und ihren Bekannten in Xinjiang plötzlich abgebrochen sei.
In den Konzentrationslagern werden die Insassen unter äußerst unmenschlichen Bedingungen gezwungen, Taten zu vollbringen, die im Islam verboten sind, wie z.B. regelmäßig Alkohol zu trinken, Schweinefleisch zu essen und sich selbst als schlechte Muslime zu verurteilen. Ihnen geschehen sogar noch grausamere Dinge, die man sich nicht einmal vorstellen mag.
Durch gezielte Folter, Überwachungen und Gehirnwäsche wird versucht, den Uiguren ihre Religion und Identität auszutreiben, um sie zu „verbessern".
Kinder werden ihren Eltern weggerissen und in Waisenhäusern untergebracht. Frauen werden mit chinesischen Männern zwangsverheiratet, zu denen sie überhaupt keine Verbindung haben.
Hinter schweren Metalltüren, in 20 Quadratmeter großen Zimmern, werden bis zu 40 Frauen gehalten, welche angekettet werden, aufeinander liegen und eng nebeneinander stehen.
In diesen engen Räumen gibt es überhaupt keine Hygiene, kaum Nahrung oder Wasser.


Der Versuch der kompletten Assimilation

Jeden Montag um 9:45 Uhr, müssen alle aufstehen und die chinesische Nationalhymne singen. Wenn sie es nicht machen, bekommen sie eine Bestrafung oder für die ganze Woche kein Essen. Danach müssen sie ein Video über Xi Jinping, dem Generalsekretär der kommunistischen Partei Chinas, schauen.
Die Täter möchten, dass die Uiguren ihre Denkweise ändern, also eine Gehirnwäsche erhalten.
China nennt die Uiguren seine „Schüler", die sie zu „normalen Bürgern umerziehen". Dieser Zynismus in der Wortwahl zeugt von der bewussten Vertuschung unendlichen Leids. Die chinesische Regierung hat die Konzentrationslager als Bildungseinrichtungen eingestuft, dabei leiden aber bis zu 3 Millionen Menschen unter grausamen Bedingungen in ihnen.

Die  Unterdrückung der Uiguren im öffentlichen Leben
Sehr viele Menschen fragen sich, warum China so stark gegen die Uiguren vorgeht.
Der Grund ist, dass die Regierung dort den Islam als „Extremismus" und „Separatismus" sieht. Daher erlaubt China nur „normale religiöse Aktivitäten". Die Aktivitäten, die die Uiguren durchführen, müssen erst vom Staat genehmigt werden, damit sie legal praktiziert werden können. Außerdem wird die uigurische Kultur auch als abnormal gesehen. Das alles hat die Folge, dass sie auch außerhalb der Konzentrationslager unterdrückt werden.
Die Moscheen in Xinjiang werden in Bars oder auch durch Parkplätze umgebaut, damit die Uiguren keine Möglichkeit mehr haben, dorthin zu gehen. Die muslimischen Friedhöfe werden durch Büsche und Bäume ersetzt.
Wegen dieser totalen sozialen Kontrolle über Xinjiang wollen die Uiguren die Unabhängigkeit.

China verstößt gegen Menschenrechte
Deutschland und 22 andere Länder kritisieren China aufgrund der schlechten Lebensbedingungen, unter denen die Uiguren leiden. Diese Länder werfen China vor, dass sie die Menschenrechte sehr stark verletzen. Ebenso erfüllt China nicht die Kriterien, um ein  Land zu sein, in dem Religionsfreihiet herrscht. Sie fordern China auf, die Inhaftierungen der Uiguren zu stoppen.

Jedoch unterstützen mehr als 50 UN-Staaten die Taten Chinas, da sie glauben so den Terrorismus beseitigen zu können, obwohl die Menschen in den Konzentrationslagern unschuldig sind und ihr Leben normal leben möchten. Sie haben nichts mit dem Terror zu tun, welcher von Menschen ausgeübt wird, die man nicht zu den friedlichen Muslimen, sondern zu sogenannten Extremisten zählen muss. Diese Taten der Terroristen repräsentieren nicht den Islam, sondern nur einen verbrecherischen Terrorismus, der mit keiner Religion vereinbar ist.

Es sind schon sehr viele Uiguren aufgrund der fatalen Lebensbedingungen gestorben.
Dieser Genozid muss unbedingt gestoppt werden, damit er nicht ein zweiter Holocaust wird.

 
3 Kommentar(e)
  1. Ida
    19. November 2020

    Sehr wichtiges und interessantes Thema!
  2. Milan
    19. November 2020

    Sehr gut und aufklärend!
  3. Charliese
    19. November 2020

    Finde es sehr gut geklungen ben und nalin,weiter so ;) LG charlize

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