Papageien in deutschen Großstädten

Schüler der Klasse 9b des Gymnasiums Schloss Plön 20. November 2020
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Die meisten stellen sich, wenn sie an Papageien denken, wahrscheinlich einen tropischen Regenwald oder einen warmen Strand vor. Doch wer hätte gedacht, dass sich die bunten Vögel auch in deutschen Großstädten finden lassen?

Die in Deutschland mittlerweile als heimisch angesehene Papageienart Halsbandsittich ist wie der Waschbär eigentlich ein Einwanderer, mittlerweile aber ein fester Bestandteil der Vogelwelt in deutschen Großstädten. Der Halsbandsittich stammt ursprünglich aus deutlich wärmeren Ländern wie Afrika oder Indien. Wie kommt es dann, dass sich ausgerechnet Papageien, die eigentlich mit tropischen Urwäldern in Verbindung gebracht werden, jetzt in deutschen Großstädten wie Köln und Düsseldorf finden lassen? Die Tiere wurden vor etwa 60 Jahren nach Deutschland gebracht, wurden dann von Zoohändlern gehalten, verkauft und sind im Laufe der Zeit ihrer Gefangenschaft entkommen und haben sich in Großstädten angesiedelt. Diesen Lebensraum haben sie gewählt, weil es viel Futter gibt und auf Grund des „Urban-heat-Effects" wärmer als auf dem Land ist.

Die von einigen Medien gewählte Bezeichnung „Papageien Plage" ist eine überspitzte Darstellung von dem, was eigentlich passiert. Die einzigen Probleme, die die Papageien mit sich bringen, sind eine etwas laute Art und die Gewohnheit, ihren Mageninhalt überall zu entleeren. Ein Problem, das wir weniger von einheimischem Vögeln gewohnt sind, ist, dass sich die Halsbandsittiche manchmal in Häuserwände einnisten und somit das Haus beschädigen können. Sie stellen jedoch keineswegs eine Bedrohung dar.

Als Fazit kann man daher sagen, dass die farbenfrohen Vögel eine Bereicherung für die Flora und Fauna der Städte sind und nicht als Bedrohung angesehen oder bezeichnet werden sollten.

 

 
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