Schule und Medien: Was ist das Problem?

Schüler der 9a des Gymnasiums Schloss Plön 20. November 2020
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Schule und Medien: Was ist das Problem?
Alle kennen ihn: den Overheadprojektor. Hässlich, unpraktisch und meistens defekt. Doch warum arbeiten wir Schüler immer noch oft mit solchen Geräten? In diesem Artikel berichte ich von meinen eigenen Erfahrungen, aber auch von den Hindernissen, die den Schulen gestellt werden, wenn sie eine vernünftige mediale Ausstattung erhalten wollen.

Wie sieht es überhaupt aktuell an den norddeutschen Schulen aus?
Leider herrscht Verbesserungspotenzial. Bis zur neunten Klasse war unser Highlight nach dem Overheadprojektor der PC-Raum, mit Computern aus dem letzten Jahrhundert. Seit der neunten Klasse bin ich in der digitalen Klasse unserer Schule. Wir arbeiten fast ausschließlich mit IPads, die wir uns aber noch selbst kaufen mussten. Das gibt es jedoch auch anders: An einer Hamburger Schule wurden alle Schüler zu Beginn des ersten Lockdowns mit diesen Geräten ausgestattet. Die Kosten trug dabei die Schule.
Doch warum ist das nicht immer so? Laut einer Umfrage des WDR müssen sich im Schnitt 9,6 Schüler einen Desktop teilen, 12,8 Schüler nutzen gemeinsam ein einziges Tablet und ein Laptop ist für 30,2 Personen zu nutzen. Dabei wurden in den vergangenen zwei Jahren 6,5 Milliarden Euro zur Förderung der Digitalisierung bereitgestellt. Davon wurden bis zum 30.6.20 gerade einmal 15,7 Millionen Euro abgehoben und weitere 242 Millionen bewilligt, das ist aber nur ein winziger Bruchteil der verfügbaren Mittel.
Aber wieso wird dieses Geld nicht genutzt? Zum einen ist mal wieder die Bürokratie eines der größten Hindernisse, da ein aufwändiges „Medienbildungskonzept" vorliegen muss, in dem ausführlich erläutert wird, wie viel Geld gebraucht wird und was damit passiert. Das ist aus meiner Sicht aber auch durchaus sinnvoll, damit das Geld nicht verschleudert wird, sondern zweckmäßig eingesetzt werden kann. Zum anderen sind aber auch mangelhafte Internetanschlüsse ein Problem, die es einigen Schulen unmöglich machen, digital zu arbeiten. Zudem gibt es nicht ausreichend Firmen, die Netze und Server in den deutschen Schulen installieren können.
An diesen Problemen lässt sich allerdings arbeiten und so bewegen wir uns zwar langsam, aber Schritt für Schritt in eine moderne Zukunft der Schulen.

 
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