Schwarze Haut ist kein Verbrechen

Derin Sindi u. Anna Kate Mumm, 9a Gymnasium Altenholz 18. November 2020
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Ich kann es nicht weiter mit ansehen, wie tausende Menschen unschuldig wegen ihrer Hautfarbe und Herkunft diskriminiert und sogar ermordet werden. Seite an Seite mit vielen anderen Menschen demonstriere ich auf der Straße, um möglichst viele Menschen auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. Tausende Menschen mit verschiedenen Hautfarben stehen eng beieinander. Die ganze Zeit wird ,,Black Lives Matter, Black Lives Matter'' geschrien, es ist ziemlich laut und alles ist durcheinander, jedoch haben wir alle dasselbe Ziel: The end of racism!
Diese soziale Bewegung ist im Jahr 2013 innerhalb der afroamerikanischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten entstanden und richtet sich gegen rassistische Gewalt durch Polizeibeamte in den USA. Die Bewegung wurde durch drei Aktivisten der schwarzen Gemeinschaft mitbegründet: Alicia Garza, Patrisse Cullors und Opal Tometi. Mit dem Hashtag #blm erreichen immer mehr AktivistInnen auf Instagram, Facebook oder anderen sozialen Medien sehr viele Menschen und können sie damit direkt in ihre Aktion mit einbeziehen. Der Gedanke „No justice, no peace" („Keine Gerechtigkeit, kein Frieden") wird auch von der Bewegung in Form von Hashtags im Internet verbreitet, um Bewusstsein für das Problem zu schaffen und zu Demonstrationen aufzurufen. BLM ist dafür bekannt, große Wirkungskraft zu entfalten. Um das zu erreichen, führen die Mitglieder Demonstrationen durch. Sogar in Kiel sind am 27.06.2020 rund 150 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus und Diskriminierung zu demonstrieren und um ihre Solidarität zu zeigen.

Der Tod von George Floyd sorgte für Fassungslosigkeit
Der US-Afroamerikaner George Floyd ist auf öffentlicher Straße in Minneapolis von Polizisten festgenommen worden. Der Polizeibeamte kniete sich auf seinen Nacken, sodass er nicht mehr atmen konnte. Seine letzten Worte waren ,,I can't breathe.'' Nach seinem Tod gibt es Proteste auf der ganzen Welt, die sich für die Rechte schwarzer Menschen einsetzen. Sein Tod verbreitete sich auch schnell in den sozialen Medien. An den polizeilichen Maßnahmen. gegen George Floyd waren vier. Beamte direkt beteiligt. Alle vier. wurden nach dem Tod Floyds aus dem Polizeidienst entlassen und wegen eines Tötungsdelikts bzw. Beihilfe zu diesem angeklagt und festgenommen.

Corona erhöht die Ungleichheit:
Die heutigen Proteste für BLM sind nicht nur auf die afroamerikanische Community beschränkt, sondern ganz im Gegenteil: Die Solidaritätsaktionen gehen quer durch die gesellschaftlichen Schichten. Fast 2/3 der US Bevölkerung unterstützen die BLM- Proteste und sind auch mehrheitlich der Meinung, dass Afroamerikaner*Innen rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind.
Schon vor Corona war die Arbeitslosenrate der Afroamerikaner fast doppelt so hoch wie die der Weißen. Viele Mitarbeiter werden niedrig bezahlt und sogar gekündigt. Die Lohnunterschiede zwischen schwarzen und weißen Frauen sind besonders auffallend, da für jeden Dollar, den eine weiße Frau verdient, eine schwarze Frau nur 68 Cent verdient. Die Armutsrate beträgt 20%, fast doppelt so hoch wie bei weißen Amerikanern.

Warum sollten Kinder schon früh lernen, was Rassismus und BLM überhaupt ist?
Es ist wichtig, dass Kinder früh lernen, was Rassismus und Diskriminierung schwarzer Menschen ist, damit sie wissen, dass es nicht in Ordnung ist, etwas über andere Hautfarben zu sagen. Obwohl dies zunächst harmlos erscheint.
Viele Kinder sagen ohne schlechtes Gewissen vielleicht auch erstmal nur harmlose Ausdrücke gegen andere Hautfarben, aber wissen nicht, dass dies möglicherweise schlecht rüberkommt oder das sich die andere Person angegriffen fühlt. Es geht also um die Schaffung eines Bewusstseins.

Was Prominente für BLM tun:
Rihanna, Billie Eillish und viele weitere Menschen mit großer Reichweite setzen sich vermehrt für die BLM Bewegung ein und setzen so ein klares Zeichen. Sie nutzen ihre Reichweite dafür, Bewusstsein über das Leid People of Coulor zu verbreiten und übergeben ihre Social-Accounts sogar an Organisationen, die sich mit den Themen Polizeigewalt und. Rassismus auseinander setzen und. darüber informieren. Außerdem. gehen auch viele Stars auf die Staße, um mit zu protestieren. Rihanna und. 5 weitere Stars veröffentlichten ein Video mit 23 Gründen, aus denen. man als Schwarzer getötet werden. kann. Sie machen dies, um möglichst viele Fans dazu zu bringen, etwas für BLM zu unternehmen - mit dem Ziel: Stop racism!!!

Erste Erfolge nach Straßenprotesten und Sozialen Medien:
In den USA debattierte man ernsthaft über Polizeigewalt und Rassismus. Der Kampf gegen Rassismus hatte spürbare Konsequenzen: Polizeichefs wurden entlassen, der Präsident der Universität Missouri musste zurücktreten und die Präsidentschaftskandidaten mussten sich zu BLM positionieren. BLM gab den Menschen Zusammenhalt, als sie im Anschluss an diese und weitere Tode wochenlang für Gleichberechtigung auf die Straße gingen. Die entsprechenden Hashtags der sozialen Medien liest man ebenso auf den Plakaten der Demonstranten. Aus einem Lärm wurde eine organisierte Bewegung mit groß angelegten Protesten.

Unsere Hoffnung:
Wir denken, dass Rassismus und Diskriminierung von People of Colour aufhören muss, weil Menschen jeden Tag darunter leiden und sogar daran sterben. Irgendwann sollten alle Hautfarben akzeptiert werden, was vielen Menschen das Leben erleichtern würde. In den USA haben schwarze Menschen sogar Angst um ihr Leben wegen der Farbe ihrer Haut. Dieses Thema ist absolut wichtig und sollte keines Wegs als „überzogen", „übertrieben" oder „unnötig" abgestempelt werden. Wir sind der Meinung, dass wir uns für BLM einsetzen müssen, sodass in paar Jahren vielleicht kein Rassismus mehr herrscht.

 
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