Der Lehrer im Mittelblock

Jonah Riekera, Moritz Paetzold (Gym Ahz, 9a) 17. November 2021
Robin Hanke bei der Volleyball-AG ©

Robin Hanke vom KTV Adler unterrichtet neben 2.Bundesliga noch am Gymnasium Altenholz


Wie schafft man es 2. Volleyball Bundesliga und Referendariat unter einen Hut zu kriegen? Robin Hanke vom KTV Adler hat die Antwort. Der 27-Jährige Mittelblockangreifer hat sich entschieden, neben seiner Volleyballkarriere eine Ausbildung als Lehrer zu machen.
Der aus Lübeck stammende Kieler begeisterte sich schon von klein auf für den Sport. Früh fing er mit Fußball an, was er aber nur zur D-Jugend spielte, Basketball auf Hobbyebene und von 2010-2013 Badminton auf Leistungsniveau. Parallel zum Badminton kam er dann 2010 durch seinen Vater zum Volleyball. Mit 19/20-Jahren entschied er sich, in Kiel zu studieren, da es in der Nähe der familiären Heimat Neustadt ist und er sich die Chance auf hochklassigen Volleyball nicht entgehen lassen wollte. Dort trat er dem Kieler Volleyballteam KTV Adler bei, die seit 2018 wieder in der 2. Bundesliga spielen.


Seine These:" Sport soll der Lebensweg sein."


Ein Grund, warum er gerne Lehrer werden möchte, zudem mag er die Zusammenarbeit mit jungen Menschen. Am Gymnasium Altenholz unterrichtet er die Fächer Wirtschaft& Politik sowie natürlich Sport und auch eine Volleyball AG.
Am 2.11.2021 hat er sein Examen gemacht. Grundsätzlich bereitet man sich als Referendar seit dem Beginn des Referendariats (also 1,5 Jahre) oder gar aus der Studienzeit darauf vor. Aktive Lernzeit, d.h. in der er jegliche Freizeit abgeblockt und versucht hat zwischen Training und normalem Schulalltag zu lernen begann etwa Mitte September 2021 und dauerte bis zum Examenstag an. Also so ungefähr 8 Wochen mit viel Lernen und nur mit wenig Freizeit neben Referendariat und Volleyball. Das war nur mit viel Planung und Unterstützung durch Familie und Freundin möglich.
Der 1.98m große Lehrer wirkte im Training trotz seiner anstrengenden Wochen sehr entspannt und locker, das liegt daran, dass er eine sehr ordentliche Struktur in seinem Leben hat. Was auch bedeutet, dass er bei langen Fahrten zu Auswärtsspielen Unterrichtsstoff für seine Schüler vorbereiten muss. Außerdem ist die Absprache mit Coach Behlen, der ebenfalls Lehrer an der Schule und Kollege von Robin Hanke ist, sehr wichtig. Da der 27-Jährige kurzfristig Bescheid gibt ob er später zum Training kommt oder Pünktlich.
Als Lehrer hat er alle Hände voll zu tun. Trotzdem macht es ihm Spaß, jüngeren Menschen etwas beizubringen. Als Lehrer wird Robin Hanke respektiert und gemocht. Auf die Frage, wie er als Lehrer ist, antwortete ein Schüler: "Er ist sehr geordnet und gestaltet seinen Unterricht sehr abwechslungsreich, so dass der Unterricht nicht langweilig wird. Ständig bringt er neue Themen ein, so dass es spannend bleibt. Jedoch hat er auch eine gewisse Strenge, was dafür sorgt, dass die Schüler aufmerksam sind".
Beim KTV hat jeder Lust aufs Training, da es sehr einfach, doch zugleich auch anstrengend gestaltet ist. Für viele Spieler ist es eine gute Gelegenheit, um den Kopf nach einem harten Tag herunterzufahren. Hauptsächlich wird im Training viel mit dem Ball gemacht, das bedeutet Aufschlag, Schmettern und Blocken - und Taktik. Damit das Training drei Mal in der Woche so laufen kann, setzt der Trainer voraus, dass die Spieler ihre Fitness selber im Griff haben müssen. Robin Hanke hatte in der Examenszeit Schwierigkeiten das durchzuziehen. Aber nachdem er jetzt sein Examen absolviert hat, kann er wie gewohnt nach Absprache mit seinem Physioteam wieder 2-3 Mal die Woche ins Fitnesstraining einsteigen. Das Training macht er auch gerne mal mit seiner Freundin.
Der Vorteil gegenüber anderen Teams ist nicht, dass es einen überragenden Spieler gibt, sondern sie alle als Team agieren. Da manche schon seit 12 Jahren zusammenspielen, sind sie sehr gut eingespielt und wissen, was die anderen Mitspieler denken. So geht es auch Robin Hanke, der seit 11 Jahren mit Zuspieler Moritz Behr zusammenspielt.
In Zukunft könnte man über einen Aufstieg in die 1. Bundesliga spekulieren, doch es sprechen einige Kriterien dagegen. Wie z.B. eine zweiseitige Tribüne oder einen vollamtlichen Trainer. 1. Bundesliga würde für Robin Hanke bedeuten: Stress und harte Arbeit, jedoch auch Spaß am Volleyball spielen. Doch erstmal wollen sich die Adler auf die 2. Bundesliga und den Meistertitel konzentrieren.

 
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