Die Ostsee, baden im Dreck ?

Benjamin Wichelmann, Gymnasium Lütjenburg 17. November 2021
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Die Ostsee, baden im Dreck?
Ein Kommentar
Von Benny Wichelmann

Rund 6,76 Millionen Urlauber besuchen jährlich die Ostsee um sich auf den weißen Sandstränden niederzulassen und im Meer baden zu gehen. Doch die Schöne Natur trügt.

Es ist wohl das dreckigste Meer der Welt. Laut dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie wurden im Jahre 2018 allein in der deutschen Ostsee 218 Tonnen Müll gefunden.

Aber wer ist eigentlich schuld daran? Um genau zu sein steuern wir alle unseren teil dazu bei, ob Boot, Auto, Fischerei oder den frische Dünger aufs Feld bringen, dies alles hat schlechte Auswirkungen auf unsere geliebte Ostsee.

Jahr für Jahr verschlechtert sich der Zustand und es wird nicht besser. Vor allem Kunststoff ist ein Faktor, welcher Naturforschern und Umweltschützern das Leben schwer macht, da der Kunststoff nicht nur jedes Jahr zirka 135 tausend Meeressäugern und bis zu einer Million Vögeln das Leben nimmt, sondern es ist zusätzlich auch noch schwer abbaubar und liegt durchschnittlich bei einer Zeit von 130 Jahren, bis das Plastik komplett verrottet oder von Steinen und Wellen zermahlen ist. Teilweise dauert es bei Plastikflaschen bis zu 450 Jahren.

Ganze 25 % des kompletten Ostseebodens gelten von Forschern bestätigt als biologisch tot. Weitere 84.000 Quadratkilometer wurden 2020 als Totzone identifiziert, das bedeutet, dass hier neben Bakterien nur für uns Menschen giftige Kleinstorganismen leben, ansonsten sind diese Bereiche ausgestorben und ohne Lebewesen. „Die Ostsee ist das besterforschte, aber auch das belasteste Meer der Welt, mit größten Todeszonen"-Dirk Scheelje, Heinrich Böll-Stiftung. Grund dafür ist Gülle und Dünger, welche von Bauern auf den Feldern verteilt wird. Sie gelangt in Bäche und Flüsse und landet somit letztendlich in der Ostsee.

Jedes Jahr werden wieder neue Schutzpläne für die Ostsee entworfen, aber bisher hat keiner etwas geholfen, ganz im Gegenteil, vor 100 Jahren noch hatte die Ostsee Sauerstoffarme Flächen mit einer Größe von rund 5000 Quadratkilometern. Im Jahr 2018 waren es allerdings schon 60.000 Quadratkilometer, welche von Sauerstoffärme betroffen waren. Heutzutage sind es noch mehr!

Aber jetzt stellt sich für uns die frage: „Was können wir dafür tun, damit die Zahlen nicht noch weiter steigen und wir bald im Plastikhaufen unsere Strandmuscheln aufbauen und baden ?"
Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, anfangen könnten wir damit unseren Müll nicht in den Sand zu schmeißen, sondern ihn in den Mülleimern zu entsorgen. Dazu sollten wir mehr wert auf langlebige Produkte setzten, wie zum Beispiel Stofftragebeutel, statt Plastik. Auch, veranstalten Organisationen wie die Nabu regelmäßig freiwillige Säuberungsaktionen, wo auch ihr als Helfer mitwirken könntet. Für Leute die nicht selber Hand anlegen wollen, sind Spendenaktionen nicht zu vernachlässigen.

Selbst kleine Dinge wie ein Bonbonpapier können großes anrichten, für dich sind es meist nicht mehr als 30 Meter, aber für ein Vogelbaby oder einen Fischlaich, ist es die Mutter!

Also denkt nach ob die 30 Meter euch wichtiger sind

Nur gemeinsam können wir es schaffen!

 

 

 

Benjamin Wichelmann, Wahlpflichtbereich Medienpraxis am Gymnasium Lütjenburg

 
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