Frauen und Männer. Gleichberechtigt oder nicht?

Gamze Ünver, Angele Wang, Laura Samodovs, 9c MPS 18. November 2021
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Gleichberechtigung, was ist das eigentlich? 

Wenn Mann und Frau dieselben Rechte haben. 

Wenn Mann und Frau gleichbehandelt werden. 

Aber ist dies denn wirklich immer der Fall?

 

Es gibt heutzutage leider mehr Beschimpfungen gegen Frauen als gegen Männer und sie sind teilweise verletzender und werden auch deutlich öfter verwendet als gegen Männer. Trotz einiger Fortschritte ist die wirtschaftliche Situation von Frauen noch oft schlechter als die von Männern. Das zeigt eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Wir machen eine kurze Zeitreise und beleuchten die Stellung der Frau im Mittelalter und im Jahr 2021. Adelige Frauen im Hochmittelalter hatten oft einen großen Einfluss auf politische Entscheidungen und waren mit wichtigen Aufgaben betraut. Kunigunde von Luxemburg, die Frau Kaiser Heinrichs II. erteilt 1024 militärische Befehle, während ihr Mann an der anderen Seite der Grenze Belagerungen durchführte. Kunigunde ist kein Einzelfall.Die Kaiserin Theophanu und die Kaiserin Adelheid übernehmen politische Entscheidungen, treffen und gestalten die Politik im Reich bis Otto III. gekrönt wird. Bis zur Krönung Heinrich IV. regierte seine Mutter Agnes. Die Äbtissin (Vorsteherin eines Nonnenklosters) des Fraumünsters, war die Stadtherrin der Stadt Zürich. Adelige Frauen übten großen politischen Einfluss auf ihre Männer aus, wodurch sie z. T. einen „Ruf als politisch handlungsfähige Frau" (Ketsch 1982, S. 41) erlangten.

Doch diese relative Selbstbestimmtheit weiblicher Adelsmitglieder endete im 12. Jahrhundert. In der katholischen Kirche und jüdischen Gemeinden gibt es starke Tendenzen zu einer Frauenfeindlichkeit. Frauen bekommen keine Verantwortung, werden aus der Kirche ausgeschlossen und von der Öffentlichkeit verbannt. Die Frau wurde dem Mann untergeordnet und sie war rechtlich und wirtschaftlich von ihrem Mann abhängig.

Frauen haben keine Rechte, sodass sie weder über sich selbst bestimmen noch am politischen Leben teilnehmen können. Ihnen wird die Rolle der Hausfrau, Mutter und Arbeiterin zugeschrieben. Sie durften ohne die Zustimmung des Mannes nichts unternehmen und mussten vor Gerichten von einem Mann vertreten werden. Dies führte zur erheblichen Benachteiligung und Ausbeutung der Frau. Frauen beteiligten sich an der Revolution.

Am 5. September 1791 wurde von der französischen Frauenrechtlerin Olympe de Gouges die Rechte der Frau verfasst und der französischen Nationalversammlung zur Verabschiedung vorgelegt. Sie forderte darin die volle rechtliche, politische und soziale Gleichstellung der Frauen.

Viele Frauen müssen sich immer noch mit so einigen Klischees, alteten Rollenbildern und Vorurteilen herumschlagen, wie z. B.: Frauen sind schwach, Frauen können nicht anführen und sie sind emotional sowie naiv.

Dabei möchten Frauen sich nicht an ihrem Selbstmitleid erfreuen, sich in den Mittelpunkt stellen, Objekte der Begierde oder scheinbare Komplimente erhaschen. Ganz im Gegenteil – sie wollen deutlich ihre Meinung sagen und nicht davor zurückschrecken, ehrlich zu sein.

Am 8. März wird überall auf der Welt der Internationale Frauentag gefeiert. Der Tag macht auf die Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam und steht insbesondere für die Rechte von Frauen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass dieser Tag immer noch seine Berechtigung hat. Denn laut einer repräsentativen Online-Studie anlässlich des Internationalen Frauentags des SINUS-Instituts in Zusammenarbeit mit YouGov sagt mehr als die Hälfte der Deutschen (54 %), dass generell eher Männer in der Gesellschaft Vorteile genießen.

 
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