Schüler*innen fordern Mitbestimmung

9c, Max-Planck-Schule Kiel 17. November 2021
© Charlotte Westphal
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Deutsches Schulsystem - Schüler*innen fordern Mitbestimmung

Das Schulsystem in Deutschland ist ein Thema, bei dem sich die Meinungen spalten. Vor allem viele Erwachsene, Eltern und Politiker diskutieren oft über eventuelle Änderungen, dabei werden selten Schüler*innen befragt. Wir, als Schüler*innen der Max-Planck-Schule Kiel, sind der Meinung, dass wir häufiger die Möglichkeit bekommen sollten, uns bei Änderungen am System zu beteiligen.
Aktuell gibt es nach der Grundschule die Möglichkeit, je nach Leistungsfähigkeit eine Gesamtschule für einen Hauptschulabschluss nach 9 Jahren, Realschulabschluss nach 10 Jahren oder ein Abitur nach 13 Jahren zu besuchen. Die andere Möglichkeit wäre, ein Gymnasium für 12 oder 13 Jahre (abhängig vom Bundesland) zu besuchen. Der Abschluss auf einem Gymnasium ist meist das Abitur.
Wir sind der Meinung das dieses Schulsystem eine gute Lösung ist, da die Schüler*innen basierend auf ihrer Leistungsfähigkeit getrennt unterrichtet werden können, sodass ein effizienteres Lernen möglich ist.
Außerdem finden wir es gut, dass Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und Lehrern nach der 4. Klasse selber wählen können, welche der genannten Schulformen sie besuchen möchten – dabei werden Fragen auftauchen - Mache ich nur meinen Hauptschulabschluss, um schnell Arbeitserfahrung sammeln zu können? – Werde ich mein Abitur machen, um ein frei ausgewähltes Studium zu bewältigen?
Pädagogen wenden häufig ein, dass diese Trennung nach der Grundschule gesellschaftsspaltend sein kann, da Kinder aus bildungsferneren Haushalten meist nicht dieselbe Förderung erleben wie Kinder, deren Eltern Dienstleistungsberufe ausüben. Meist ist nicht das Geld für eine notwendige Nachhilfe oder ähnliches vorhanden. Diese Einwände können wir nicht ganz nachvollziehen, da es sehr wenig Privat- und Eliteschulen gibt und öffentliche Schulen überwiegen, sodass alle Kinder aus allen Bildungsschichten gleiche Chancen haben. Außerdem gibt es an unserer Schule die Möglichkeit, für wenig Geld Nachhilfe von Schüler*innen aus der Oberstufe zu bekommen. Diese Möglichkeiten finden wir sehr gut und fortschrittlich, sodass wir uns wünschen würden, dass mehr Schulen ein solches System einführen.
Allgemein sollte die Meinung von Schüler*innen mehr beachtet werden von Bildungspolitikern und Bildungspolitikerinnen, denn wir sind am Ende die, die mit diesem Schulsystem täglich leben müssen und die deren Zukunft in gewisser Weise davon abhängt. Man könnte unsere Meinung zum Beispiel durch Umfragen erfahren. Diese könnten immer zum Schuljahresende im Unterricht stattfinden. Unsere Erfahrung sollte genutzt werden, um die Schule in Zukunft weiter so zu gestalten, dass jeder Schüler und jede Schülerin nach seiner/ihrer Leistungsfähigkeit und Zukunftsvorstellung entsprechend lernen kann.

Autoren: Edgar Andresen, Bjarne Steffens, Mailin Kijak & Charlotte Westphal

 
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