Squid Game: Kein Kinderspiel

Alina u. Sophie Riemer, 8d Käthe-Kollwitz Schule Kiel 11. November 2021 3 Kommentar(e)
Netflix verdient Milliarden von Dollar mit dem Squid Game © picture alliance / ZUMAPRESS:com
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Eine Netflix Serie entwickelt sich zum großen Problem auf dem Schulhof und in den Medien.

In der Serie "Squid Game" wird in neun Folgen die Geschichte von knapp 500 Menschen erzählt, die sich hoch verschuldet haben. Sie treten in 6 verschiedenen Kinderspielen gegeneinander an, um ein Preisgeld in Höhe von 45,5 Milliarden Won, also umgerechnet 33 Millionen Euro zu gewinnen. Bei dem Wettkampf gibt es keine zweite Chance, wer es nicht bis zum nächsten Spiel schafft, wird brutal getötet.
Squid Game ist die erfolgreichste Netflix Serie aller Zeiten, bereits nach vier Wochen haben es sich es über 142 Millionen Nutzerkonten angeschaut. Obwohl die Serie ab 16 Jahren freigegeben ist, schauen es zahlreiche Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.
Beim ersten Spiel stehen die Spieler am Ende eines Innenhofes, so groß wie ein Fußballfeld. Am anderen Ende eine meterhohe Figur. Dreht sie den Spielern den Rücken zu, dürfen die Spieler laufen. Dreht sich die Figur um, müssen die Spieler stehen bleiben, wer sich bewegt, wird getötet. Dieses Spiel heißt Rotes Licht, grünes Licht und wird auf vielen deutschen Schulhöfen nachgespielt. Wer verliert, bekommt eine Ohrfeige oder wird beschimpft. In Hessen, Sachsen -Anhalt, Augsburg, Schleswig- Holstein und in Niedersachsen sind Verlierer geschlagen oder in anderer Form verletzt worden. Teilweise gibt es keine Bestrafung oder es kommt zu Schlägereien. In Berlin wurde ein Drittklässler verletzt, weil mehrere Kinder ihm auf den Kopf gesprungen sind. Die Lehrkräfte sollen nun darauf achten, dass es beim Nachspielen nicht zu gewalttätigen Handlungen kommt.

Aber warum fügen Kinder beim Nachmachen einer Serie anderen Kindern Gewalt zu?

Professor Hans-Henning Flechtner, Leiter der Magdeburger Universitätsklinik für Kinder und Jugendlichen, erklärt:

„Wenn Kinder Gewalt in einer Serie sehen, sind sie vom Geschehen emotional weit entfernt, weil sie keine Auswirkungen spüren und ihnen das nötige Denkvermögen fehlt. Diese Distanz nehmen sie mit in die Realität."

Auch auf TikTok ist das zweite Spiel, Zuckerfiguren rausbrechen, weit verbreitet. Viele versuchen die dünnen Kekse mit karamellisiertem Zucker nachzumachen, doch was viele nicht wissen ist, dass karamellisierter Zucker schnell gefährlich werden kann. Beim Karamellisieren wird der Zucker entwässert und die Kohlenhydrate verbinden sich zu Polymeren, die für die braune Färbung und den bitteren Geschmack verantwortlich sind. Diese stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Wie können Eltern bei der Verarbeitung helfen?
Ruth Meyer, Direktorin der Landesmedienanstalt rät: „Schauen Sie wenn dann mit ihren Kindern gemeinsam, reden Sie über Eindrücke und Emotionen, nehmen sie Ängste und Bedürfnisse ernst und überlegen Sie sich gemeinsam Strategien zu deren Bewältigung."

 
3 Kommentar(e)
  1. Gerd Hansen
    19. November 2021

    Dies entspricht nicht der Wahrheit
  2. Promedia Maassen
    19. November 2021

    Kannst du bitte erläutern, warum es nicht der Wahrheit entspricht?
  3. F. Pertus
    23. November 2021

    Ich finde es gut, dass die Jugendlichen dieses Spiel selbst als Problem thematisieren. Mein Eindruck ist nämlich, dass es eher unreflektiert schon von Fünftklässlern geschaut wird und ich sehe auch Tendenzen, wie im Artikel beschrieben.

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