Winterdepressionen: Sechs Monate Dunkelheit

Antonia Schmädicke, Jette Mokrus 18. November 2021
© FOTO: Antonia Schmädicke
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Da nun der Winter, die dunkle Jahreszeit startet, wollen wir auf das Thema „Winterdepressionen" aufmerksam machen. Wir wollen darüber aufklären und Hilfe leisten, da es ein sehr wichtiges und ernstzunehmendes Thema ist.
Winterdepressionen ist eine saisonal abhängige Art von Depressionen, die auftritt, wenn die dunkle und kalte Jahreszeit anfängt. Der Zustand betroffener Personen verbessert sich im Frühling meistens automatisch, wenn die Tage wieder heller und wärmer werden. Es wird verursacht, wenn im Winter aufgrund von mangelndem Tageslicht weniger Licht ins Auge fällt. Dadurch wird der Tag-Nacht-Rhythmus gestört. Warum sind nun also nicht jeder betroffen, wenn wir alle doch unter denselben Lichtverhältnissen leben? Das liegt daran, das manche Personen einen gestörten Informationsfluss von den Sehzellen ins Gehirn haben und lichtempfindlichere Sehzellen haben. Bei diesen besteht ein höheres Risiko auf das Auftreten von Winterdepressionen. Die Symptome von Winterdepressionen unterscheiden sich nicht großartig von den Symptomen bei normalen Depressionen. Man füllt sich lustlos, niedergeschlagen und antriebslos. Außerdem hat großes und starkes Schlafbedürfnis, man ist sehr leicht gereizt und vernachlässigt soziale Kontakte.
Wir haben zum Thema Winterdepressionen auch eine Umfrage im 8. und 9. Jahrgang gemacht. Besonders dabei aufgefallen ist uns, dass immerhin ca. 21% eine betroffene Person in ihrem Umfeld kennen und etwa 31% sich nicht ganz sicher sind. Außerdem ist sehr deutlich, dass fast alle der eventuell betroffenen Personen sich in dem Alter zwischen 10-20 Jahren befinden. Dies verdeutlicht uns, dass viele Teenager generell leichter an Depressionen leiden als erwachsene Menschen. Ca. 20% der Schüler*innen geben an, schon selbst betroffen gewesen zu sein. Wie sich die generelle Stimmung verändert, ist sehr divers. Bei vielen Teilnehmern verändert sich ihre Stimmung nicht nach der Jahreszeit, andere Schüler*innen geben an, dass sie im Winter schlechter gelaunt sind als im Sommer, aber auch manche sagen, dass sie im Winter bessere Laune haben als im Sommer.
Egal ob Sie unter Winterdepressionen leiden oder nicht. Sie können sich selbst helfen und eventuell auftretenden Depressionen vorbeugen. Nutzen Sie die Chance der hellen Stunden und gehen Sie an die frische Luft, machen Sie einen Spaziergang oder treiben Sport. Sorgen Sie für ein gesundes Leben mit viel Bewegung und ausgewogener Ernährung. Vitamin D kann gegen den Lichtmangel helfen und Johanniskraut dient als natürliches Heilmittel. Bei ernstlichen Depressionen gehen Sie bitte zu ihrem Arzt.

 
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