KN-Redakteur zu Besuch im Kurs Medienpraxis

Kurs Medienpraxis, Gymnasium Lütjenburg 17. November 2022
Der Kurs Medienpraxis mit KN-Redakteur Hans-Jürgen Schekahn © Kurs Medienpraxis

Was kann ein interessantes Thema sein? Wie komme ich auf meinen ersten Satz? Worüber schreiben Sie am liebsten? Was waren für Sie spannende oder berührende Momente?

So lauteten nur einige der vielen Fragen, mit denen die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Medienpraxis im 10. Jahrgang Hans-Jürgen Schekahn, KN-Lokalreporter für den Raum Lütjenburg, löcherten. Für die Schülerinnen und Schüler kam dieser Besuch gerade recht, denn sie schreiben gerade an ihren Zeitungsartikeln für den KN-Wettbewerb "Medien in der Schule".

Und Hans-Jürgen Schekahn brachte einen reichen Erfahrungsschatz im Journalismus mit, arbeitet er doch schon seit über 40 Jahren für Zeitungen. So konnte er sehr eindringlich über die Veränderungen in seinem Beruf als Journalist berichten und erzählte, wie er in den 80er Jahren noch mit Schreibmaschine und Telefon in seinem Beruf angefangen hatte.

Auf Cinjas Frage, ob die klassischen Medien es heute schwer haben, vermutete Schekahn, dass die Print-Zeitung sicherlich in den nächsten Jahren von Epaper und Online-Journalismus abgelöst werde, dies habe schwerwiegende Folgen gerade für die ältere Generation.

Aber auch den jüngeren Menschen bliebe die ganze Bandbreite einer klassischen Regionalzeitung dann versperrt, denn wer google schon nach „Schilder-Klau in Blekendorf" oder politische Berichterstattungen über Abstimmungen in Kreis- und Landtag. Über so etwas erfahre man nur in einer klassischen Regionalzeitung und nicht über die eigene Filterblase in den Sozialen Netzwerken und über die Suchmaschinen.

Lukas fragte, wie der journalistische Arbeitsalltag sich durch die Corona-Pandemie verändert habe. Der KN-Redakteuer beschrieb anschaulich, wie es auf einmal keine einzigen politischen Sitzungen mehr gegeben habe. Wie sollte man mit Geschichten und Interviewpartnern in Kontakt kommen, war nun die brennende, tägliche Frage.

Trotz all´ der heutigen Veränderungen des Berufsbildes Journalist, bei dem man auch Audio-/ Videoreporter und Blogger in einer Person nun sei, machte der KN-Redakteur Mut, im Journalismus zu arbeiten. Gerade heutzutage seien faktenbasierte und viele Perspektiven berücksichtigende Berichterstattung sehr wichtig.

Und um zum Schluss eine von den anfänglichen Fragen zu beantworten: Wer nicht auf den Einleitungssatz komme, könne eventuell einfach mit dem Mittelteil des Artikels anfangen, später komme man dann viel schneller auf den genialen, ersten Satz.

 
Dieser Eintrag hat bisher keine Kommentare

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert