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Tierheime in der Krise

Hanne Bremmenkamp, Marie Behrenbruch,7b 17. November 2022
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Das Tierheim Uhlenkrog gibt es seit 1972. Es wird durch den Tierschutz, der viele Verträge mit der Stadt Kiel und den umliegenden Gemeinden hat, und durch Spenden finanziert. Im Tierheim arbeiten rund 25 Arbeiter/innen und Ehrenamtliche im Schichtdienst von morgens bis abends für die Hunde, Katzen, Kleintiere, Vögel aller Art, Exoten und Wildtiere. Die im Jahr ca. 2400 Tiere kommen oft von der zum Tierheim gehörigen Wildtierstation oder sie werden abgegeben, ausgesetzt und gefunden. Im Tierheim werden sie aufgepäppelt, bekommen eine Erziehung und wenn sie Glück haben wieder ein neues Zuhause.

Ein Tier aus dem Tierheim zu adoptieren ist meistens günstiger als eins vom Züchter. Allerdings sollte man die vielen Tierarztbesuche, die ein Tierheim-Tier benötigt, nicht unterschätzen. Um ein Tier aus dem Heim zu adoptieren, trifft man sich mehrere Male zum Kennenlernen und Spazierengehen. In manchen Fällen werden auch Hausbesuche gemacht, damit das Tierheim sicher sein kann, dass das Tier ein gutes neues Zuhause bekommt. Am schwierigsten zu vermitteln sind ältere Hunde, weil die meisten Leute einen Welpen haben wollen und solche Hunde oft nur für echte Hundekenner geeignet sind. Für einige schwierige Tiere heißt das, dass sie bis an ihr Lebensende im Tierheim bleiben werden.

Ein aktuell großes Problem der Tierheime ist, dass sich viele Menschen in der Corona-Pandemie aus Langeweile und ohne viel nachzudenken ein Tier gekauft haben. Jetzt, wo alle wieder arbeiten gehen und die Tierarztkosten steigen, ist plötzlich keine Zeit und kein Geld mehr für die Tiere da. Viele werden ausgesetzt. "Es gibt im Moment einfach zu viele Hunde." (Zitat Elisabeth Haase, Tierheimleiterin)  Sie rechnet auch mit vielen ausgesetzten exotischen Tieren, weil die Hetzkosten für die Terrarien steigen. Ein weiteres Problem der Energie-Krise ist, dass die Leute an den Stellen sparen, die nicht lebenswichtig sind, und das sind vor allem Spenden. Unterstützen kann man das Tierheim also mit Geld, Sach- und Futterspenden, aber auch mit der Übernahme ehrenamtlicher Aufgaben wie Gassi gehen mit den Hunden, die Katzen streicheln und die Vögel füttern.                                                                           

 
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