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Wallah Krise?

Lilian Möller, Klasse 9d, Gymnasium Altenholz 14. November 2022 5 Kommentar(e)
Krisenchat Screenshot WhatsApp.png © Krisenchat.de

Wie der Krisenchat Kindern und Jugendlichen bei mentalen Problemen hilft.


In einer Krise? Schreib uns. Wir helfen dir, in dicker Schrift auf dem violetten Hintergrund, dass Einzige, das den sonst dunklen Raum erhellt. Darunter die Schaltfläche "Zum Chat", die vielleicht auch nur verschwommen sichtbar ist. Dort gedrückt befindet man sich auch schon auf WhatsApp wieder und die Schreibfläche steht einem offen. Auch wenn es erst Bedenken gibt, fühlt man sich schon nach kurzer Zeit des Schreibens gut aufgehoben.
Schon seit Mai 2020, als die Corona- Krise begann, haben die Gründer (Jan Wilhelm, Julius de Gruyter, Kai Lanz, Hans Raffauf, Iris Lanz und Melanie Eckert) sich dazu entschieden, Kindern und Jugendlichen in Not zu helfen, da sie zu der Zeit immer mehr von häuslicher Gewalt mitbekommen haben. Doch nicht nur dafür, sondern für alle Themen rund um Krisensituationen wie Liebeskummer, Depressionen oder Stress ist der Krisenchat da, so schreiben sie auf ihrer Website.
Doch was, wenn man sich immer noch schlecht fühlt? Wenn man zu große Angst hat, sich anderen anzuvertrauen oder wenn man sofort Hilfe braucht? Man möchte sich lieber selbst und akut helfen, nicht erst auf die Hilfe anderer warten. Vielleicht hat man auch einfach eine Frage zu einem Thema und möchte sich dazu informieren.
Wer so fühlt, der findet in der sogenannten "Oase", auf der Website des Krisenchats, unter zehn verschiedenen Kategorien Artikel von Identität bis hin zu Gewalt und Süchten. Des Weiteren ist das Team des Krisenchats auch auf Social Media aktiv. Auf YouTube, Instagram und TikTok gibt es regelmäßig neuen Content, der dabei hilft, über psychische Gesundheit und die verschiedenen Probleme der Zielgruppe aufzuklären.
Und der Krisenchat zeigt Wirkung! Seit Beginn dieses Angebotes gab es schon über 80.000 Beratungen, mit insgesamt über 3,5 Millionen verschickten Nachrichten zwischen erfahrenen Psycholog:innen, zugelassenen Psychotherapeut:innen, Betriebswirt:innen, Kinderschutz-Fachkräften, Kommunikationswissenschaftler:innen,Programmierer:innen, Data Scientists und mutigen Menschen, die sich Hilfe suchen, wie sie selbst schreiben. Insgesamt hat das Team so schon über 430 ehrenamtliche Berater:innen, die jedem Kind, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 rund um die Uhr zuhören und helfen.

Man kann sich seine Sorgen und Probleme von der Seele schreiben und die Berater:innen suchen zusammen mit einem selbst nach einer Lösung.
Man muss jedoch beachten, dass der Chat keine Therapie oder langfristige Beratung ersetzen kann. Aber was macht man, wenn die Frist von ca. einer Stunde nicht ausreicht, um über alles zu reden? Natürlich kann man öfters mit einer Person des Krisenchats schreiben, auch wenn man keine Wünsche zu Berater:innen äußern kann, jeder Mensch hat andere Probleme und verdient, egal wie oft, gehört zu werden. Wendet man sich jedoch zum wiederholten Mal an das Team, kann man sich, gemeinsam mit dem/ der Berater:in, mal darüber austauschen, was es für langfristigere Lösungen gibt. Denn auch dafür sind diese Leute da.
Auch wenn man kein Interesse an dem Chatangebot hat oder nicht in der Zielgruppe ist, lohnt sich ein Blick auf die Website. Nicht nur wegen der zuvor angesprochenen "Oase", sondern auch weil man den Krisenchat und dem, was die Leute hinter der Seite tun, unterstützen kann. Hat man die richtigen Qualifikationen (siehe Krisenchat.de/mitmachen) und Interesse anderen ehrenamtlich zu helfen, kann man selbst Mitarbeiter werden. Doch auch für alle, die das nicht können oder wollen, gibt es genug, um Kindern und Jugendlichen zu helfen. Natürlich kann man an die Organisation spenden, aber viel wichtiger ist das Teilen dieser Möglichkeit. Kinder und Jugendliche sollten niemals mit mentalen Problemen alleine bleiben und sind unfassbar mutig, wenn sie sich trauen, Hilfe zu suchen.

Es kann sehr schwer sein, sich dazu zu überwinden, Hilfe zu suchen, egal aus welchen Gründen. Aber, was spricht dagegen? Traut euch! Plattformen wie der Krisenchat sind da, um euch zu helfen, handeln vertraulich und hören euch zu. Ihr müsst euch nicht für eure Probleme oder Krisen schämen, das ist menschlich. Also, schaut euch einfach mal die Seite an und lasst euch helfen, wenn ihr es braucht, niemand muss mit Problemen alleine bleiben!

 
5 Kommentar(e)
  1. Ray
    16. November 2022

    Heyyo , Erstmal richtig gut geschrieben (bin stolz :>) auch voll Strukturiert, sehr schlüssig und dein Punk kommt gut sowie sachlich rüber . Wichtiges Thema, bist diesem definitiv gerecht geworden:)
  2. Jonte
    17. November 2022

    Erstmal: Wow! Richtig gut geschrieben. Ich finde es gut, dass du diese Thema ausgewählt hast, es wird nämlich viel zu wenig darüber gesprochen :(
  3. Promedia Maassen
    17. November 2022

    Hallo Lilian,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Solche Organisationen sind wichtig und es ist super, dass du auf sie aufmerksam machst und auch dazu ermutigst, sich zu öffnen, damit sich niemand in schwierigen Situationen alleine fühlt!

    Liebe Grüße

    Das MiSch-Projektteam
    Carina und Kerstin

  4. Celina
    23. November 2022

    Einfach nur Respekt ,ich find es gut wie du darüber aufklärst und insgesamt super geschrieben auch von den Formulierung her
  5. Celina
    23. November 2022

    Einfach nur Respekt ,ich find es gut wie du darüber aufklärst und insgesamt super geschrieben auch von den Formulierung her:)

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