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„Original Play": Förderung des Spieltriebs oder Fetisch?

Anjali Berger, RBZ Königsweg 1. Dezember 2022
© Rotary Florin auf Pixabay

Ein Thema, welches traurigerweise von „wichtigeren" News verdrängt wird.
Das sogenannte Original Play ist ein Spielkonzept, welches in den 1970ern von dem jetzt 79 Jahre alten O. Fred Donalson erfunden wurde. Obwohl es nicht wissenschaftlich anerkannt ist, wurde das Original Play schon von vielen Kitas gebucht und das oft, ohne dass die Eltern wissen, was mit ihren Kindern dabei angestellt wird. Bilder und Videos von 40-jährigen oder älteren Männern, die mit 3- 6 jährigen Kindern auf dem Boden toben und herumrollen, gehen durchs Netz. Als erstes denkt man: Was für eine tolle Beziehung zwischen Vater und Kind! Doch bei weiterer Recherche wird dann klar, dass es sich bei den „Vätern" um fremde Männer handelt.
Dienen soll das Konzept größtenteils dafür, dass die Kinder lernen, gute von bösen Berührungen zu unterscheiden. Schwierig! Denn damit die Kinder den Unterschied erkennen, müssen sie dann ja böse angefasst werden. Das Erkennen dieser Unterschiede können sie auch durch Erklärungen erlernen. Vollkommen ohne Berührungen.
Wer Trainer von Original Play werden will, braucht keine pädagogische Ausbildung. Im Gegenteil! Ein zweitägiger Workshop (Kosten: 250€) reicht, um als „Trainer" zu agieren. Ein polizeiliches Führungszeugnis?
Danach wird nicht gefragt. Also eine regelrechte Einladung für Pädophile, die sich nach Körperkontakt mit kleinen Kindern sehnen.
Eigentlich offensichtlich, dass es ein weltweites Verbot für das Original Play geben sollte.
Dieses gibt es aber nicht! Nur Bayern, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Bremen, Brandenburg und Berlin haben genug gesunden Menschenverstand, um diese Pseudo-Förderung zu verbieten.

 
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