Überfüllte Tierheime
Schon beim Betreten eines beliebigen Tierheims fällt auf, wie angespannt die Atmosphäre ist. Hunde bellen aus mehreren Richtungen gleichzeitig, manche vor Aufregung, manche aus Frust, manche einfach nur, weil ihnen sonst nichts bleibt.
Es ist 07:00 Uhr früh und der erste Hund bellt schon bevor die Sonne überhaupt aufgegangen ist. Die Pflegerin zieht ihre Gummistiefel an und beginnt die erste Kontrollrunde sowie die Käfige zu putzen und die Hunde bekommen ihren Auslauf.
Ein abgegebener Hund ist heute neu dazu gekommen, aber warum sind eigentlich so viele Tiere dort? Die meisten Tiere die ins Tierheim kommen sind meistens Hunde oder Katzen aber auch Kleintiere wie zum Beispiel Kaninchen oder Meerschweinchen. Sie sind da wegen den Umzügen der Leute,Allergien, finanzielle oder auch zeitliche Gründe oder weil die Tiere während der Corona Pandemie angeschafft wurden und nun zu 'lästig' geworden sind.Ein großer Teil der Tiere im Tierheim sind aber auch Fundtiere wie Straßenkatzen und herrenlose Hunde. Oft bringen Passanten, das Ordnungsamt oder die Polizei die Tiere dorthin. Einige Tiere werden auch beschlagnahmt, wenn sie schlecht behandelt wurden oder in schlechtem Zustand sind.
Das ist schade da die meisten Tierheime überfüllt und finanziell angespannt sind. Es ist unmöglich eine genaue Zahl zu nennen, da sich die Anzahl der Tiere in den rund 1400 Tierheimen in Deutschland so gut wie immer ändert, jährlich kommen jedoch etwa 350.000 bis 390.000 Tiere in Tierheimen unter. (Q: laut Deutschem Tierschutzbund) Viele Tierheime haben wegen der hohen Tierzahlen und der zu teuren Kosten für Futter, Energie und Tierarzt einen Aufnahmestopp verhängt oder stehen kurz davor. Das Personal im Tierheim arbeitet vielerorts am Limit und die Einrichtungen sind oft nicht in der Lage den Tieren gerecht zu werden, denn die Zwinger die eigentlich für ein bis zwei Tiere gedacht waren, müssen leider sehr häufig doppelt oder sogar dreifach belegt werden.
Und wie schaffen die Tierpfleger/in, das Verwaltungspersonal und die ehrenamtlichen Helfer eigentlich ihren Tag trotz Überlastung?
Tierpfleger bewältigen ihren oft überlasteten Alltag durch effektive Arbeitsorganisation, ein starkes soziales Unterstützungsnetzwerk und gezielte Selbstfürsorge.
Im Tierheim arbeiten hauptberufliche Angestellte wie Tierpfleger und Verwaltungspersonal sowie ehrenamtliche Helfer, Handwerker und Hausmeister.
Wieso machen sie denn eigentlich diesen Job ohne wenig bis garnicht bezahlt zu werden?
Naja, Menschen arbeiten im Tierheim, um Tieren in Not zu helfen und ihnen ein sicheres Umfeld zu geben. Viele tun es aus Leidenschaft für Tiere. Sie sorgen für Versorgung, medizinische Betreuung und bereiten die Tiere auf eine Vermittlung vor.
Gibt es Tiere, die besonders lange auf ein neues Zuhause warten?Ja, insbesondere ältere Tiere sowie Hunde und Pferde, die viel Erfahrung brauchen, warten manchmal viele Jahre.Warum werden Tiere ausgesetzt?
Leider werden Tiere oft vor Tierheimen oder Autobahnen ausgesetzt. Die Gründe sind meist Unüberlegtheit bei der Anschaffung oder der Wunsch, Tierarzt Kosten zu vermeiden. Die Besitzer scheuen dabei oft den offiziellen Weg der Abgabe.
Wie sieht der Alltag in Tierheimen aus?
Der Alltag ist schwierig. Viele Tierheime haben zu wenig Platz, zu wenig Personal und zu wenig Geld. Die Kosten für Unterbringung, Futter und medizinische Behandlungen sind hoch und die Anzahl der Tiere steigt.
Am Ende zeigt sich, dass die Tierheime mit der Überfüllung jeden Tag stark zu kämpfen haben. Viele Tiere warten lange auf ein neues Zuhause, und das Personal versucht trotz Stress und wenig Zeit, jedem Tier so gut wie möglich zu helfen. Die Situation macht deutlich, wie wichtig es ist, bewusster mit Tierhaltung umzugehen und Verantwortung zu übernehmen.
Trotz aller Schwierigkeiten gibt es immer wieder kleine Momente, die Hoffnung geben, zum Beispiel wenn ein Tier endlich vermittelt wird oder Vertrauen zurückgewinnt. Diese Momente zeigen, dass die Arbeit in den Tierheimen wichtig bleibt und dass jede Unterstützung zählt.
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