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Es werden immer mehr Menschen,
welche vor Hass fast ersticken.
Immer mehr,
welche ihnen nicht widersprechen,
alles uninteressiert abnicken.
Aus Angst,
ihr nächstes Feindbild zu erfüllen.
Aus Angst, der Nächste zu sein.
Der Nächste, den eine Faust trifft.
Der Nächste, der nie mehr aufsteht.
Aus Angst, vor Verurteilung,
Freunde zu verlieren
und sozialer Ausgrenzung.
Schon 9% der Menschen in Deutschland ordnen sich selbst als politisch rechts-außen ein und noch so viele mehr würden dies über sich selbst nie zugeben. Ebenfalls Erschreckendes zeigt die Rainbow Map 2025 der ILGA Europe. Laut dieser Europakarte werden die Menschenrechte queerer Menschen schon in 31 der 49 Länder stark verletzt.
Teil des Problems und letztendlich
eines ihrer größten Opfer.
Sie schweigen, wären gerne unsichtbar.
Einfach nicht mehr da.
Nehmen andere nicht in Schutz,
stehen ihnen nicht zur Seite,
helfen doch bloß dem,
was sie eigentlich so vermeiden.
Wie kann es nur sein,
unser Ziel doch so gleich.
Sichtbarkeit ist fast das Letzte,
das uns noch bleibt.
Es tut so weh,
zu sehen, wie sehr sie uns verstummen lassen.
Es tut so weh,
wie sehr sie Menschen hassen.
Alle sind für uns, wenn es einfach ist,
doch wer bleibt, wenn es einen so leiden lässt?
Viele Unternehmen ändern während des Pridemonths ihre Logos auf Social Media zu einem mit einer Regenbogenflagge, um queerfreundlich zu wirken. Pinkwashing! Ein Unternehmen ändert das Profilbild auf dem deutschen Account, jedoch nicht auf dem polnischen. Sie sind zu feige, sich zu positionieren, weil sie Angst haben, Kund*innen zu verlieren. Nach dem Pridemonth verschwinden diese Profilbilder dann schneller, als sie gekommen sind. Doch Pinkwashing hat zwei Seiten, einerseits die Unternehmen, die sich mit Queerfreundlichkeit brüsten, obwohl sie nie Geld an Organisationen gespendet oder sich anders engagiert haben, andererseits sorgt auch dieses Ausnutzen der queeren Community für mehr Sichtbarkeit für diese und mehr Sichtbarkeit führt in der Regel zu mehr Akzeptanz.
Die allermeisten wissen doch kaum,
worüber sie reden.
Sie hassen, denn sie haben uns noch nie anders gesehen.
Kaum einer von ihnen versucht uns zu verstehen,
redet mit uns oder lässt sich seine Ängste nehmen.
Wir müssen uns erklären,
immer, immer wieder.
Es ist nervig, es ist lästig.
Es ist nicht fair, und es ist leider unersetzlich.
Denn wir sind Menschen.
Echte Menschen, die sie sehen,
Menschen, die versuchen, ihre Probleme zu verstehen.
Wir können Weltbilder verändern,
wenn wir reden,
erzählen, wer wir sind,
und sie werden sehen:
Nur der Hass ist, was uns trennt.
Nur der Hass, weil sie uns nicht kennen.
Wir könnten so viel bewegen,
so viel verändern, für so ein tolles Leben,
doch sie grenzen uns aus, nicht wir sie.
Wir sind bereit, euch unsere Geschichten zu erzählen.
Und wir werden euch zuhören.
Euch zeigen, wer wir sind.
Trotz eures Selbsthasses, eurer Missgunst.
Auch ihr seid Menschen,
Auch ihr schafft es dort raus.