Ein Wohlfühlort mitten in der Natur
Wer dem Alltag entfliehen möchte, ist in der Kleinen Arche Wahlstedt genau richtig. Hier kann man in der Natur viele Tiere nicht nur beobachten, sondern auch streicheln, füttern und mehr über ihre Herkunft und Haltung erfahren. Bärbel und Hans-Uwe Schwarz haben ihren Traum verwirklicht und im Jahre 2019, im Gartenweg 4, ihren kleinen Tierpark gegründet. Ob für Schulausflüge, Kindergeburtstage oder andere Veranstaltungen ist dies ein beliebter Ort. Besonders die im April 2024 neu eingezogenen Alpakas sind unter den Kids die Stars. Zu sehen gibt es aber auch viele andere Tiere, wie Soay-Schafe, Ziegen, Hühner, Pfauen, Ziervögel, Trauerschwäne und Kaninchen. Einige der Tiere befinden sich auf der „Roten Liste" der bedrohten Arten. Wer noch ein kleines Weihnachtsgeschenk sucht, findet sicher etwas bei den hauseigenen Waren. Für ein besonderes Erlebnis bietet die Kleine Arche die Möglichkeit, mit einem Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt einige Tage oder eine Nacht in der Anlage hinter verschlossenen Türen seine Freizeit zu verbringen.
In einem Kurzinterview erzählt Bärbel Schwarz mir von Ihrer Arbeit:
M.R.: Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?
B.S.: Er beginnt mit einer Tasse Tee, dann kommt der Kontrollgang durch den Park. Die Ställe werden geöffnet, nach dem Wohl der Tiere gesehen, einige bekommen morgens ihr Futter. Danach wird gereinigt und geprüft, ob Reparaturen anstehen. Am späten Nachmittag findet die Abendfütterung statt.
M.R.: Gibt es etwas, das Ihnen bei Ihrer Arbeit besonders wichtig ist?
B.S.: Ja, das Tierwohl ist uns das Allerwichtigste.
M.R.: Was waren Ihre bisher größten Herausforderungen?
B.S.: Die Vogelgrippe, wenn plötzlich alle Tiere aufgestallt werden müssen, und manchmal schnelles Handeln, wenn z. B. ein Zaun kaputtgeht, da der Wolf in unmittelbarer Nähe lebt. Einmal mussten wir innerhalb kürzester Zeit Spenden sammeln, da ein Tierstall einsturzgefährdet war.
M.R.: Sie tragen hier einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Artenschutz bei. Wie gelingt Ihnen das täglich aufs Neue?
B.S.: Das ist ganz einfach: Draußen an der frischen Luft bei den Tieren sein und, wenn Kindergartenkinder kommen und man in ihre strahlenden Augen sehen kann. Sind Tagespflegeeinrichtungen für Demenzkranke zu Besuch und die Menschen erzählen plötzlich von ihren eigenen Erfahrungen mit Tieren, ist das eine schöne Erfahrung für mich.
M.R.: Gibt es in der Zukunft Projekte, auf die wir uns in der Kleinen Arche freuen können?
B.S.: Ideen haben wir viele. Geplant ist zunächst die Errichtung einer Informationshütte. Dort kann man auf Monitoren den Kükenschlupf oder die Geburt einer Ziege beobachten. Zudem soll ein Permagarten entstehen- ein Gartenkonzept, das darauf abzielt, ein stabiles, selbsterhaltendes Ökosystem zu schaffen.
Wer die Kleine Arche besuchen möchte, kann Samstag + Sonntag von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr kommen. Der Eintritt ist frei, die Tiere freuen sich aber über kleine Spenden.
19 Kommentar(e)