Wir fahren den Lyngby Strand (in DK) hinunter. Es ist herrliches Wetter, das Meer rauscht und die Vorfreude ist zu spüren. Der Plan ist, zusammen mit der Umweltorganisation Race for Oceans, zwei Stunden Strandmüll zu sammeln. Die Veranstalterin ist Signe Simonsen, Gründerin von Race for Oceans und Eisschwimmerin im Kader von Dänemark. Wir sehen schon eine kleine Gruppe Menschen zusammen stehen und die Flagge der Organisation im Wind wehen.
Als wir uns dazu gesellen, werden wir begrüßt und bekommen eigene Taschen, welche von Signe S. selber aus alten Lenkdrachen genäht wurden.
Wir versträuen uns alle über den Strand. Ich gehe zusammen mit meiner Mutter, Signe und ihrem Vater. Wir finden unterschiedlichen Müll am Strand, z.B. Geisternetzer, Plastikpellets, Flaschendeckel, sogar Spritzen und Ampullen und vieles mehr.
Über diesen Müll unterhalte ich mich mit Signe. Sie erklärt mir, warum wir so viele medizinische Utensilien finden. Zudem erzählt sie mir, dass gerade zwei Container mit medizinischem Zubehör von einem Containerschiff ins Meer gefallen sind. Dies stellt ein großes Problem dar, denn diese Dinge fehlen z.B. in Krankenhäusern. Außerdem sind sie eine Belastung für die Umwelt!
Eine andere Sache, die sie mir erklärt, sind diese komischen kleinen Kugeln, die wir im Sand finden. Sie sind Plastikpellets und werden für die Produktion von etlichen Dingen aus Plastik verwendet. Sie gelangen an den Strand, weil die Fabrikangestellten unachtsam mit den Plastikpellets umgehen. Häufig werden sie mit Wasserschläuchen in die Gullis der Fabriken gespült. Dadurch gelangen sie über das Grundwasser ins Meer. Da die Plastikpellets zu klein für die Filteranlagen der Fabriken sind, gelangen jährlich ca. 52-184 Millionen Tonnen Plastikpellts ins Meer (Quelle: Race for Oceans).
Aber es gibt Hoffnung für die Umweltschützer, denn Signe S. und die Universität Alborg (DK) haben "den weltweit ersten AI Beach Rover Prototypen" gebaut. Er hat die Aufgabe, kleine Plastikteile in der Größe von 2-6mm zu erkennen und aufzusammeln. Ein weiteres Anliegen des Beach Rover-Projektes ist es, den Menschen anhand des Prototypen zu zeigen, dass KI auch nützlich für den Umweltschutz sein kann.
33 Kommentar(e)