Gedankenexperiment: Ständig zu wenig Geld?

Elorie Siegesmund aus der 8g Isarnwohld-Schule 23. November 2025 2 Kommentar(e)
Geld © Bildquelle: Jp Valery auf Unsplash

Gedankenexperiment: Ständig zu wenig Geld? - Schaffen wir es doch ab!

Geld ist ein wichtiges Grundkonzept, auf dem unser Dasein als Zivilisation aufbaut. Aber es ist auch ein großes Problem. Meistens ist nicht genug davon da, und es gibt viele Privatpersonen, die sich deshalb große Sorgen machen. Auch Projekte, die das Leben vieler Menschen verbessern könnten, können nicht umgesetzt werden.
Wie wäre es also, wenn es kein Geld mehr gäbe? Die Welt würde dann so aussehen, dass jeder das bekommt, was er benötigt und dafür keine direkte Gegenleistung erbringen müsste. Die Gegenleistung wäre, dass die Person selbst arbeitet und damit für andere etwas tut. Aber würde das funktionieren? Das kann doch gar nicht sein.

Bericht aus der Zukunft

„Anfangs war alles sehr kompliziert. Als die Meldung verbreitet wurde, dass das neue Ziel sei, in der nächsten Zeit das Geld abzuschaffen, war ich komplett überfordert. Aber durch Berichte, Ratgeber und den Austausch untereinander wusste ich bald, was sich ändern würde und was zu tun war.
An die neuen Systeme musste man sich erstmal gewöhnen. Jeder kann jetzt einfach arbeiten wozu er Lust hat, weil er kein Geld verdienen muss. So wird jede Arbeit von irgendjemandem übernommen. Deswegen sind jetzt auch Organisationen mit einem guten Ziel viel größer, weil alle, die diese gut finden, einfach mitarbeiten können.
Außerdem hat sich noch etwas sehr zum Guten gewendet. Die Qualität und Nachhaltigkeit bei allen Produkten auf dem Markt ist drastisch gestiegen. Es ergibt keinen Sinn, irgendetwas billig herzustellen. Auch Ärzte haben kein Problem mit Geld mehr. Jetzt kann Allen gleichermaßen geholfen werden. Frühere Versicherungen gibt es nicht mehr. Alles was gebraucht wird, wird zur Verfügung gestellt. Solche Strukturen laufen jetzt viel besser.
Am Anfang hat die Erde etwas geruckelt, aber jetzt hat sie sich eingeschwungen. Diese ganzen Verbesserungen sind wunderschön, doch eine Sache gibt es, die fast noch schöner ist. Die Lebensfreude ist wieder da! Natürlich gibt es immer Leute, denen es gerade nicht so gut geht, aber das geht auch wieder vorüber. Jedenfalls gibt es jetzt viel mehr Spaß auf der Welt und die Menschen sind viel freundlicher.
Leider gibt es noch ein Problem: die Klimakrise. Unsere Nachhaltigkeit hat sich zwar gesteigert, aber es reicht noch nicht. Und davor habe ich Angst, aber ich glaube trotzdem, dass wir das in dieser „neuen" Welt auch noch gelöst gekommen."

Natürlich könnte in einer Zukunftsvision der Welt ohne Geld auch alles schief gelaufen sein, weil niemand mehr arbeiten gegangen wäre. Dann würden vielleicht viele Menschen auf der Straße leben müssen, es gäbe nichts mehr zu essen, man kämpft am Limit des Erträglichen und möchte einfach alles rückgängig machen. Deswegen liegen in so einer Vision große Risiken, aber auch große Chancen auf eine bessere Welt. Und was wir aus unserer Zukunft machen, liegt in unserer eigenen Hand.

Bildquelle: Jp Valery auf Unsplash

 
2 Kommentar(e)
  1. Melissa
    25. November 2025

    Ich habe mir diesen Artikel angeguckt und finde es sehr beeindruckend wie du das alles formuliert hast und ich könnte es wahrscheinlich nicht besser. Also weil du auch noch gar keine Kommentare bekommen hast wollte ich dir sagen das ich es sehr nice finde, vielleicht siehst du es auch gar net oder findest das ich zu viel schreibe aber ich finde du hast genau viel Emotionen wie Sachliche Kommentare gegeben :) ich war am Anfang bisschen verwirrt und hab net gecheckt wie du das gemeint hast mit dem aus der Zukunft aber ich finde es eine coole Idee. (ich hoffe ich hab nicht zu viel geschrieben und entschuldige mich für Rechtschreibfehler) Bye :3
  2. Johanna
    26. November 2025

    Ein wirklich sehr sehr schön formulierter Text! Jeder Abschnitt fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein.

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert