Handysucht, die Droge der neuen Generation

Lara Baumann WPK Medienpraxis Gymnasium Lütjenburg 21. November 2025 2 Kommentar(e)
21% der Jugendlichen zeigen eine riskante Mediennutzung (Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf). © https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2021/06/Kind-an-Smartphone_Unsplash_Diego-Passadori-1200x675.jpg Handysucht ist in aktuelles Thema, welches in meinem Jahrgang/ in meiner Altersgruppe sehr präsent ist. Zudem kenne ich viele Personen die betroffen sind , es aber nicht wahr haben wollen oder darüber sprechen . Meiner Meinung nach sollten auch unangenehme Themen sachlich angesprochen werden! © Lara Baumann

Wie ein Gerät mein Leben kontrollieren konnte

Wir wachen auf. Eine Nachricht. Dann noch eine. Wir greifen automatisch zum Handy,
gehen auf TikTok, Instagram und schauen, was unsere Freunde gestern gemacht haben.
Lachen kurz schalten unser Handy aus und merken plötzlich, dass wir eigentlich alleine sind"

Für viele Jugendliche beginnt der Morgen genau so, doch wie wird aus Gewohnheit Abhängigkeit?

„Ich bin seit fast 5 Monaten clean“, sagt die 15-jährige Leona. Früher begann mein Tag immer am Handy. Morgens musste ich sofort schauen, was ich verpasst hatte. In der Schule durfte ich mein Handy zwar nicht nutzen, aber in meinem Kopf war ich ständig online. Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten: schlechtere Noten, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und ständige Kopfschmerzen."


Erst ein Schulprojekt öffnet ihr die Augen. Ich merkte, dass meine Handyzeit von 8 Stunden pro Tag nicht gesund war. Ich nahm mir immer weniger vor und vernachlässigte meine Pflichten, war unruhig, nervös, und meine Gedanken kreisten nur um mein Handy. Ich denke immer, das sei normal, ohne Handy fühlte ich mich unvollständig. Ich lenkte mich von unliebsamen Themen der Realität z.B. Streit mit meinen Eltern oder Liebeskummer ab.Sie spricht von einem ,,Dopamin-Kick", den Likes und Videos in ihr auslösten. Wenn ich mein Handy weglegte, war da plötzlich Stille. Ich wusste nie, was ich mit mir anfangen sollte.


Ein wachsendes Problem!

Leona hat sich informiert: "Ich habe gelesen, dass laut einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf(UKE) 21% der Jugendlichen eine riskante Mediennutzung zeigten. Fünf % gelten bereits als krankhaft abhängig. Dazu gehörte auch ich. Empfohlen wird bei Jugendlichen über 14 Jahren maximal 2 Stunden Bildschirmzeit pro Tag. Die Folgen reichen von Konzentrations und Schlaf-Problemen bis zu Depressionen."

Zurück ins JETZT

Durchs Aufsuchen eines Suchthilfezentrums in meiner Region habe ich die Anregung zum Bekämpfen meiner Sucht erhalten

Heute sieht Leonas Tag anders aus: Mein Handy liegt nachts im Nebenraum. Morgens checke ich nur den Stundenplan, dann ist es bis nachmittags tabu. Von TikTok und Instagram habe ich mich abgemeldet. Meine Apps haben Timer, ich mache Detox-Tage und häufigere Pausen, die ich gerne mit Spazieren gehen, Malen und Lesen verbringe. Eineinhalb Stunden Handy am Tag reichen vollkommen. Es war ein langer und emotionaler Weg, bis ich an diesem Punkt angekommen bin. Heute bin ich glücklicher als je zuvor!

Denn ich wache auf. Eine Nachricht. Dann noch eine. Aber heute entscheide ich, wann ich hinschaue."

 
2 Kommentar(e)
  1. Mimi
    24. November 2025

    Toller Beitrag! Danke, dass du das geteilt hast.
  2. Tida Cenolli
    26. November 2025

    Woooww, sehr spannend!!

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