"Influencer zu sein ist kein richtiger Job" – das ist ein Satz, den viele Menschen von sich geben, wenn sie das Wort Influencer hören. Mal ehrlich, jeder hat doch mal darüber nachgedacht, Content Creator zu werden. Doch dann hat man Angst, dafür ausgelacht zu werden oder noch schlimmer, gemobbt zu werden.
Wahrscheinlich hat jeder von uns einen Favoriten in der Influencer-Branche, sei es ein Gaming-/ oder Comedy-Influencer usw. Jedoch stellt man sich oft die Frage, ob Content Creator ein richtiger Job sei - im Gegensatz zu anderen. Eine Studie zeigt, dass viele Menschen skeptisch gegenüber Influencern sind – so finden etwa 71% der Befragten Kundenbewertungen glaubwürdiger als Influencer-Empfehlungen, was verdeutlicht, dass Content Creator von vielen nicht als vollwertige Arbeitskraft wahrgenommen werden. Zum einen wird gesagt, dass die Creator ständig abhängig von Social-Media-Plattformen sind, damit ist gemeint, dass sie ihr Erarbeitets verlieren, wenn der Account gersperrt oder der Algorithmus sich ändert. Es kann aber auch anstrengend sein, da sie den Content planen, produzieren, schneiden, posten, Mails schreiben und mit Kooperationen arbeiten müssen. Das heißt, sie sind zu Selbstständigkeit und Verantwortung verpflichtet. Buchhaltung, Steuern, Verträge und rechtliche Vorgaben müssen selbst geregelt werden. In den meisten Fällen haben sie dafür Manager und ein ausgestattetes Team. Marketing- und Medienkompetenz sind nötig, denn sie müssen z.B. Trends erkennen, Zielgruppen verstehen und Marken professionell darstellen, wenn sie es als Vollzeitjob haben und damit Geld verdienen. Man kann zwar entscheiden, was man tun und hochladen möchte, aber die Gefahr ist groß, dass man verurteilt wird. Da man dafür keine richtige Ausbildung braucht, denkt eine große Anzahl an Leuten, dass das kein vernünftiger Job sei.
Am Ende bleibt die Frage, ob man dies jetzt als Job bezeichnen kann. Für manche schon, für manche nicht. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass Reichweite allein keinen Wert schafft, wenn keine Verantwortung dahintersteht. Influencer haben heutzutage großen Einfluss – und genau deshalb sollten wir den Beruf weder unterschätzen noch idealisieren. Letztendlich entscheidet nicht der Titel, sondern die Art, wie man seinen Job ausübt. Und das gilt für Influencer genauso wie für jeden anderen Beruf.
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