Sharenting – Unterdrückung der Eltern oder Streben nach Aufmerksamkeit?
Kinder im Internet erscheinen fröhlich, aber was steckt wirklich hinter dem Lachen und was passiert danach?
Ich kann verstehen, dass Eltern den Wunsch haben, ihre Momente mit ihren Kindern mit anderen Leuten zu teilen, aber es gibt auch Nachteile, z. B. Mobbing und Datensammlung, da das Internet nie vergisst. Missbrauch ist ebenfalls ein großes Problem, z. B. werden Videos mit KI erstellt oder die Identität wird gestohlen.
Die Entwicklung des Kindes könnte auch zum Problem werden, da es vielleicht keine eigene Persönlichkeit entwickeln kann und alles nach dem Internet laufen muss. Eine Studie der Cleveland Clinic erklärt, dass Eltern nicht immer abschätzen können, welche Folgen das Teilen später für das Kind hat.
Ein Beispiel dafür, wie sehr Kinder unter öffentlicher Selbstdarstellung leiden können, zeigt die Dokumentation über Piper Rockelle. Sie macht deutlich, wie aus harmlosen Posts ein ganzes Online-System entstehen kann, in dem das Wohl des Kindes hinter Reichweite, Erwartungen und Vermarktung zurücktritt.
Statt sein Kind öffentlich zu posten, kann man die Bilder und Videos privat teilen, sodass nur Familienmitglieder oder Bekannte sie sehen können. Man kann das Kind außerdem unkenntlich machen, z. B. indem man das Gesicht verschwimmen lässt.
Am Ende bleibt jedoch die Frage, ob ein Like wertvoller ist als die Privatsphäre eines Kindes.