Lernen an einer digitalen Tafel © Designed by Freepik, (www.freepik.com)
Unterricht im Digitalen Zeitalter? Im Kreis Plön startet die digitale Zukunft. Tablets, WLAN und digitale Tafeln sollen den Unterricht verändern. Der Unterricht soll moderner gestaltet und die digitalen Fähigkeiten der SchülerInnen gefördert werden, weil SchülerInnen auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet und Chancengleichheiten geschaffen werden sollen.
Ein umfassendes Digitalisierungskonzept hat das Land Schleswig-Holstein Ende 2024 verabschiedet. Die Landesregierung betrachtet das Digitalisierungskonzept als notwendigen Schritt, damit die Schulen technisch auf dem aktuellen Stand bleiben. Dazu gehören neue Geräte, zusätzliche Lehrkräfte mit IT-Kenntnissen und ein zuverlässiges, flächendeckendes Internet.
Geplant ist unter anderem, ab Klasse neun Tablets als Leihgeräte zur Verfügung zu stellen. Zudem stellt das Land sicher, dass die Lernplattform „itslearning" bis mindestens 2029/2031 kostenlos bleibt. Diese ermöglicht digitalen Austausch sowie Korrekturen.
Erste Ergebnisse sind schon erkennbar: Am Gymnasium Lütjenburg gibt es seit 2019 die digitale Oberstufe. In der digitalen Oberstufe (BYOD) bringen SchülerInnen eigene Geräte mit und arbeiten ab Klasse 9 an digitalen Tafeln.
Nach der Einführung digitaler Tafeln im Unterricht erklärte ein Zehntklässler auf Nachfrage:
„Durch die digitalen Tafeln kommt man im Unterricht schneller voran, weil wir gemeinsam Aufgaben direkt bearbeiten und Ergebnisse sofort sehen können. Das macht den Unterricht viel interaktiver und spannender."
Aber Technik allein ist nicht alles. Studien vom Bildungsministerium und vom Digitalverband Bitkom zeigen, dass digitale Bildung auch ausgebildete Lehrkräfte, Konzepte und Methoden braucht. Lehrer müssen sich an neue Methoden gewöhnen, und nicht überall funktioniert das WLAN perfekt.
Wie kommt die digitale Offensive bei Schülern an? Dazu habe ich einige Stimmen aus dem Schulalltag gesammelt.
„Mit den Tablets kann ich viel schneller recherchieren. Das spart Zeit und macht das Lernen abwechslungsreicher." (Zehntklässlerin)
„Am Anfang war es ungewohnt, aber inzwischen finde ich den digitalen Unterricht viel besser. Wir können gemeinsam an Projekten arbeiten und alles direkt teilen." (Zehntklässler)
Die Nutzung von digitalen Medien soll also klare Vorteile für die SchülerInnen in der Vorbereitung auf die Berufswelt und moderne Gesellschaft haben. Durch die Nutzung von digitalen Medien in der Schule wird es sowohl Chancen als auch Risiken geben. Die Verwendung könnte in Förderung digitaler Fähigkeiten, Chancengleichheit (durch den Zugang zu digitalen Geräten und Lernplattformen für alle SchülerInnen) und der Vorbereitung auf die digitale Berufswelt zum Vorteil werden.
Eventuelle Risiken der Digitalisierung sind vor allem die Abhängigkeit von Technik und die Notwendigkeit ausgebildeter Lehrkräfte. Der Kreis hat die ersten Schritte eingeleitet, jetzt kommt es darauf an, wie gut es funktioniert.
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