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Wusstet ihr, dass Trends sich schneller ändern als das Wetter? Trends geben Strömungen vor, denen plötzlich viele Menschen gleichzeitig folgen. Ganz gleich, ob es um Mode, Musik, Sprache oder bestimmte Verhaltensweisen geht: Trends zeigen, was gerade „in“ ist und bestimmen, wie wir uns ausdrücken. Besonders bei Jugendlichen spielen sie eine große Rolle, weil sie beeinflussen, was wir cool finden, wie wir reden und sogar, wie wir uns selbst wahrnehmen. Was heute alle feiern, kann in wenigen Wochen schon wieder vergessen sein.
Ein ganz wichtiger Ort für Trends ist Tiktok als eine der größten Plattformen, auf der diese entstehen. Nirgends sonst entwickeln sich Ideen so schnell. Ein Sound, ein Clip oder ein Outfit kann sich innerhalb von Stunden weltweit verbreiten. Ein Beispiel dafür ist der ,,Clean Girl Look". Dieser inspirierte viele Jugendliche, sich minimalistischer zu kleiden. Leichte Schminke, goldener Schmuck und simple Outfits waren angesagt. Doch ein paar Wochen später wurde der Trend vom ,,Mob Wife Look" abgelöst. Plötzlich trug man Fellmäntel, große Sonnenbrillen und Statement-Schmuck. Dies zeigt, dass Trends in kurzer Zeit sprunghaft wechseln. Und es zeigt, wie flexibel wir sein müssen, wenn wir "up to date" bleiben wollen.
Trends betreffen nicht nur Mode. Auch die Sprache entwickelt sich schnell weiter. Wörter wie ,,Rizz“, ,,Sigma“, der Satz ,,All roads lead to Rome“ und die Zahlen ,,Six Seven“ tauchen plötzlich überall auf. Viele Erwachsene verstehen sie nicht und genau das macht einen Teil der Identität der sogenannten "Gen Z" aus.
Um herauszufinden, wie Trends bei uns am Gymnasium Wellingdorf ankommen, befrage ich meine Mitschülerinnen zu diesem Thema. ,,Sarah, welche Trends magst du, und warum?", will ich von Sarah-Khalil Hamood(17) aus der Klasse 11a wissen. ,,Ich finde die Vibe-Bilder von 2016 am besten, wegen der Nostalgie und weil Social Media damals noch neu war. Die Leute waren kreativer und offener. Heutzutage wiederholen sich die Trends und werden nur simpler", sagt diese. ,, Elenor, hast du manchmal das Gefühl, dass Trends dich unter Druck setzen?“, frage ich eine andere Mitschülerin, Elenor June Wilhelm (13) aus der Klasse 8b. ,,Nein, um ehrlich zu sein. Manche Trends gefallen mir einfach nicht oder passen nicht zu meinem Style", erwidert sie gelassen.
Am Ende zeigt sich: Trends kommen und gehen, aber wir entscheiden selbst, was zu uns passt. Vielleicht ist gerade das der einzige Trend, der wirklich bleibt.
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