Jede Sekunde zählt. Tischtennis ist Adrenalin, Präzision und perfektes Timing. Um mehr über das Training, die Herausforderungen und die Leidenschaft hinter der Platte zu erfahren, habe ich Robin interviewt, einen engagierten Tischtennis-Trainer, der seit Jahren Jugendliche für den Sport begeistert.
Wie bist du zum Tischtennis gekommen?
Ich habe meinen Bruder damals zum Training begleitet und bin dann 38 Jahre dabeigeblieben, nun bin ich seit etwa zehn Jahren Trainer.
Was hat dich motiviert, Trainer zu werden?
In unserer Umgebung gab es kaum qualifizierte Trainer und als dann mein Sohn anfing, wollte ich, dass er ein gutes Training bekommt. Also habe ich selbst die Ausbildung gemacht, zunächst den Starter, dann die C-Lizenz und schließlich die B-Lizenz. (Anmerkung: A ist das Beste)
Was gefällt dir an der Arbeit als Trainer besonders?
Als erstes der Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Sie stellen einen ständig vor neue Herausforderungen und es ist schön zu sehen, wie sie sich sportlich und menschlich weiterentwickeln.
Wie läuft ein typisches Training bei dir ab?
Wir starten mit einer kurzen Begrüßung und aktuellen Themen, dann folgt das Aufwärmen mit Einlaufen und Gymnastik, das ist Voraussetzung, also auch, wenn jemand zu spät kommt: Ohne Aufwärmen kommt keiner an den Tisch. Darauf folgt Schattentraining oder kleine Sprints. Danach kommen Technik oder Wettkampfübungen, je nach Saisonphase. Zum Schluss folgt noch Krafttraining, welches wie das Aufwärmen eine große Priorität hat.
Welche Fähigkeiten sind im Tischtennis besonders wichtig?
Tischtennis ist sehr komplex. Ich glaube, da geht es nicht darum, eine besondere Fähigkeit zu haben, sondern du brauchst schon viele. Denn du musst eben nicht nur schnell schalten, auch die Beinarbeit und Koordination muss stimmen.
Wie gehst du mit Niederlagen um?
Ich sage immer: "Wir gewinnen und verlieren zusammen." Ich bespreche das mit denen: Was war die Ursache? Wo lag das Problem, wie können wir das vermeiden?
Gibt es ein Turnier, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ratzeburg war das beste Turnier überhaupt. Gleichzeitig war noch Stadtfest, wir haben auf dem Fußballplatz gezeltet. Wir waren also tagsüber auf dem Turnier und abends in der Stadt unterwegs. So konnte man sich auch mit den anderen Spielern unterhalten, das kommt sonst immer zu kurz.
Das Interview hat gezeigt, wie viel Leidenschaft und Disziplin hinter dem Sport Tischtennis stecken. Besonders spannend war, zu erfahren, wie Technik, Reaktion Taktik und Teamarbeit zusammenspielen. Tischtennis ist mehr als nur ein Hobby, es verbindet Menschen, fördert Konzentration und sorgt für Bewegung.