Akkordarbeit im Kieler Schloss

Heinrich-Heine-Schule HeikendorfHeinrich-Heine-Schule Heikendorf 22. November 2017

von Marlon Wieben und Tom Markmann

Klasse 8a, Heinrich-Heine-Schule Heikendorf

Kiel jubelt, im Kieler Schloss herrscht gute Laune. Denn der

Schauspiel-Rapper Alligatoah bringt mit seinen satirischen und
gesellschaftskritischen Texten die Zuschauer zum Tanzen, Lachen und Nachdenken.

2017 ist Alligatoah mit seiner vierten „Akkordarbeit" auf
Tour, 2014 war er mit Sandro Giampietro, 2015 mit Brkn, 2016 mit Onkel schon auf Tour. Und dieses Jahr ist er mit Sebel unterwegs.

Das Bühnenbild besteht hauptsächlich aus einer nachgebauten
Kanalisation. Die Songs sind ein Mix aus jung und alt, neuere wie „Du bist
schön" oder auch „Gute bekannte" aber auch seine alten Hits wie „Willst du"
oder „Narben" sind mit im Gepäck.

Doch bevor Alligatoah auf der Bühne seine Lieder singt und
das Publikum zum Lachen bringt, gibt es noch, wie es oftmals üblich ist, eine
Vorband. Dieser ist dieses mal der Solo Künstler Lot. Auch seine Texte sind
etwas tiefer greifend als sie auf den ersten Blick erscheinen.

Und er kann nicht nur singen, auch das Klavierspielen beherrscht 34 der jährige Künstler.

Nach seinem Auftritt gibt es eine kurze Pause.

Es wird still im Raum. Man sieht Taschenlampen an Helmen und
mit einem verschämten Grinsen betreten Alligatoah und Sebel die Bühne.

Nach einigen lustig in Szene gesetzten Liedern macht
Alligatoah schon seine ersten Witze. Sei es eine Satire über den Clown
Pennywise aus dem Film „Es" von Stephen King oder eine etwas andere
Interpretation von Straßenschildern.

Mit der von Sebel gespielten Hammondorgel verleiht er den
Liedern etwas Dramatik und auch die Akustik im Kieler Schloss passt perfekt zu
solch einem kraftvollen aber trotzdem harmonischen Instrument. Aber auch der
junge Rapper glänzt mit der einen oder anderen musikalischen Begabung

wie einer E-Gitarre oder einer zweiten Orgel. Die er in
Mitten der Show von Planen befreit.

Trotz unvorhergesehener Ereignisse bewahrt er Ruhe, zum
Beispiel wenn er eine Strophe doppelt singt oder ihm ein Luftballon entgleitet.

Und an der richtigen Stimmung hapert es nicht, denn die
Kulisse ändert sich von Tag zu Nacht.

Auch wenn die Sterne gequetscht sind und der Mond eher wie
ein Fußball ohne Luft aussieht, macht Alligatoah ein, zwei Witze und das
Technikmalheur ist vergessen.

Nach ein paar Witzen und Liedern neigt sich der Auftritt zum
Ende. Doch was wäre ein Alligatoah Konzert ohne Trauerfeier-Lied?

Nach einer kurzen Präsentation über sein Ableben und seine
Beerdigung beginnt das stimmungsvolle Lied.

Doch nach diesem Lied ist Schluss.

Alligatoah und Sebel verlassen mit einem Applaus die Bühne.

Doch nach einem langem Applaus der Zuschauer betreten Sebel
und Alligatoah erneut die kleine Bühne im Kieler Schloss.

Noch drei Lieder rappt der Star des Abends begleitet von
harmonischer Orgelmusik, bevor das Konzert dann richtig vorbei ist. Die
Zuschauer verlassen lachend den Raum und ein harmonisch akustischer Abend geht
zu Ende.

 
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