Chefredakteur beantwortet Schülerfragen.

Pressekonferenz in der Grundschule Schilksee

Pressekonferenz in der Grundschule Schilksee
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Am Freitag, den 26.2.2016 besuchten uns der Chefredakteur, Herr Longardt, die Volontärin Frau Doğan und der Fotograf Herr Eisenkrätzer in der Schule.

Für das Interview haben wir uns vorher überlegt, welche Fragen wir dem Redakteur stellen wollen. Dann haben wir sie auf Karteikärtchen geschrieben. Die Antworten notierten wir gleich auf der Rückseite. Wir wollten eine richtige Pressekonferenz abhalten.

Charlize: Guten Tag Herr Longardt und Frau Doğan. Wir freuen uns, dass Sie uns in unserer Grundschule Schilksee besuchen und wir Ihnen Fragen stellen dürfen. Das MiSch-Projekt macht uns viel Spaß und wir haben schon viel gelernt.

Charlize: Über welche Themen berichten Sie?
Herr Longardt: Ich selber berichte eigentlich nicht mehr. Ich entscheide, was in die Zeitung kommt und was nicht.

Sophie: Welche Zeitung lesen Sie?
Herr L.: Ich lese zum Kaffee Zeitung. Meine eigene Zeitung, die KN kenne ich eigentlich. Ich lese auch die Süddeutsche Zeitung, die Schleswig-Holsteinische-Landeszeitung, die Lübecker Nachrichten, die Hamburger Morgenpost und viele andere.

Valerie: Warum sind Sie Redakteur geworden?
Herr L.: Ich bin Redakteur geworden, weil ich mich jeden Tag auf meine Arbeit freue. Morgens weiß ich nicht, was am Tag alles passieren wird. Das macht meine Arbeit abwechslungsreich und spannend.

Valerie: Wollten Sie das immer schon machen?
Herr L.: Ich sage jetzt mal ja, aber ich wusste lange nicht, was sich werden wollte.

Justin: Wie viele Mitarbeiter gibt es bei den KN?
Herr L.: Es gibt insgesamt ungefähr 360 Mitarbeiter. In der Redaktion arbeiten 90.

Kathi: Mit wie vielen Leuten sind Sie meistens unterwegs?
Herr L.: Oft sind wir zu zweit, ein Redakteur und ein Fotograf. Es gibt aber auch Leute, die beides können, recherchieren und fotografieren, wie Herr Eisenkrätzer.
(Er kam etwas später hinzu und fotografierte uns bei unserem Interview.)

Theresa: Woher bekommen Sie die Informationen für einen Artikel?
Herr L.: Wir bekommen die Informationen durch Unterhaltungen mit vielen Menschen. Manche Leute schicken uns auch Texte und Bilder. Die Deutsche Presse Agentur (dpa) schickt uns Informationen und Fotos von anderen Orten, wo wir nicht hinkommen.

Frithjof: Wie bereiten Sie sich auf ein Interview vor?
Herr L.: Ich sammle Informationen, lese viel und überlege mir, was die Leser wissen wollen.

Jan-Felix: Was war Ihr spannendster Artikel, für den Sie recherchiert haben?
Herr L.: Besonders berührt hat es mich, als 1989 die Mauer und die Grenze aufging und als im Sommer die ersten Flüchtlinge in Kiel ankamen.

Nike: Wir haben am Mittwoch den Artikel über das Gerücht gemeinsam gelesen. Haben Sie schonmal ein Gerücht verbreitet?
Herr L.: Ich habe hoffentlich noch kein Gerücht verbreitet, aber Fakten über Gerüchte gesammelt und diese dann richtig aufgeschrieben. Und dann sind es ja keine Gerüchte mehr.

Nike: Waren Sie früher in der Schule in Deutsch beim Texte schreiben gut?
Herr L.: Ich glaube ich war gut in Deutsch. Das Schreiben hat mir immer Spaß gemacht.

Meri: Was ist der Unterschied zwischen einem Redakteur und einem Journalisten?
Herr L.: Ein Redakteur ist quasi ein Journalist. Die Journalisten verarbeiten, was die Redakteure am Tag gesammelt haben, sie sagen ihnen, wo sie hinmüssen. Es gibt zwei Arten von Journalisten – die, die in der Redaktion sitzen und die, die unterwegs sind, um Informationen zu beschaffen.

Mathilda: Was macht Ihnen bei Ihrer Arbeit am meisten Spaß?
Herr L.: Ich freue mich morgens darauf, was ich alles erlebe und finde es spannend, dass wir Redakteure die Nachrichten als erste erfahren, direkt vor Ort sein können. Wir erleben viel Schönes und Lustiges aber manchmal auch Schreckliches oder Trauriges.

Aileen: Wer entscheidet, welcher Artikel auf die Titelseite kommt?
Herr L.: Manchmal mache ich es selber oder der, der sich gerade mit der Seite beschäftigt – das ist unterschiedlich.

Antonia: Was machen Sie, damit ein Artikel interessant wird?
Herr L.: Ich muss wissen, dass das Thema, über das ich schreiben will, von alleine für die Leser interessant ist. Ich muss alle Fragen, die man sich zu dem Thema stellen könnte, im Text beantworten.

Domenique: Werden alle Artikel gedruckt? Wer entscheidet darüber?
Herr L.: Es werden nur interessante Themen gedruckt, nichts Langweiliges. Ich entscheide darüber.

Alexander: Wie lange arbeiten Sie schon bei den KN?
Herr L.: Ich bin schon 5 Jahre hier, der Fotograf Herr Eisenkrätzer 17 Jahre und Frau Doğan ist seit September letzten Jahres bei uns.

Keno: Was würden Sie tun, um an Informationen für einen spannenden Artikel zu kommen?
Herr L.: Ich persönlich würde schon viel tun, um an Informationen zu kommen, doch ich würde nichts Verbotenes tun, keine Straftat begehen, irgendwo einbrechen oder andere Sachen. Doch wir dürfen schon ziemlich viel. Bei dem Hubschrauberabsturz, das stand heute in der Zeitung, da durften die Kollegen schon sehr nah dran, um Fotos zu machen. Aber die Toten oder Verletzten fotografieren wir nicht, weil man das nicht tut.

Dann stellte uns Herr Longardt noch Fragen, z.B. was wir gerne in den KN lesen, was uns interessiert oder auch nicht, was wir uns wünschen.
Wir bedankten uns für das Interview, Herr Eisenkrätzer machte noch ein Foto und wir verabschiedeten uns.

Später schrieben wir gleich die Antworten richtig auf.

Ganz schön viel Arbeit so ein Interview!

Die Klasse 4 der Grundschule Schilksee



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1 Kommentar

Alev Doğan
29.02.2016 12:31
Ein super Interview!

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