Pinguine waren unter sich

Thorsten Geil 23. Februar 2019
© Thorsten Geil

Neumünster. Der Höhepunkt des Tages war schon vorher klar: Natürlich waren die Schüler der Klasse 3a der Sventana-Schule Bornhöved ganz wild darauf, im Tierpark Neumünster die Pinguine zu besuchen – schließlich sind sie an ihrer Grundschule die „Pinguin-Klasse". Sie waren gestern im Rahmen des Kieler-Nachrichten-Projektes „Medien in der Schule" (MiSch) einen Vormittag lang im Tierpark.

MiSch ist ein Projekt unserer Zeitung, das die Lese- und Medienkompetenz von Schülern fördert. Drei Wochen lang kommen die Kieler Nachrichten in die Klassenräume, und das in 84 Klassen. In erster Linie machen dritte und vierte Klassen dabei mit. Kooperationspartner sind die Förde Sparkasse und die Sparkasse Südholstein. Letztere hatte auch den Besuch der Sventana-Schüler als Sonder-Event ermöglicht.

Der Tag der Neun- und Zehnjährigen Bornhöveder im Tierpark begann mit einem Besuch in der Zooschule, wo ihnen Mitarbeiterin Astrid Gösken etwas über den Zoo und seine Tiere berichtete. Natürlich standen die Pinguine im Blickpunkt des Interesses. Da erfuhren sie beispielsweise, dass Pinguine bis zu 55 Meter tief tauchen können und zwar minutenlang. Sie werden bis zu 1,30 Meter groß – wenn auch nicht die etwas kleineren Humboldt-Pinguine des Tierparks.

Astrid Gösken zeigte den Mädchen und Jungen auch eine Schneeeule und ließ deren Gewicht schätzen. „Sie ist etwa so groß wie ein Pinguin, wiegt mit zwei Kilo aber nur etwa die Hälfte. Weiß jemand, woran das liegt?", fragte sie die Kinder. Mit vereinten Kräften fanden sie heraus, dass eine Eule fliegt und ein Pinguin taucht und sie darum in ganz anderen Gewichtsklassen liegen.

Noch spannender war aber der Rundgang durch den Tierpark, der die Klasse zuerst zu den Seehunden führte. „Die heißen Blubbi und Carlo!", wusste Angelino (9). Da sie nicht so gern angefasst werden mögen, trainieren die Tierpfleger mit ihren Händen ein paar Signale im Wasser. „Damit kann man die Seehunde anlocken, wenn der Tierarzt da ist", sagte Angelino.

Die Humboldt-Pinguine interessierten sich nicht sonderlich für ihre „Klassenkameraden"; sie schwammen und tauchten seelenruhig ihre Runden. An der Panoramascheibe kamen sie aber ständig bei den Kindern vorbeigetaucht und zeigten, wie toll sie sich unter Wasser bewegen können. Das lustige Pinguin-Ei, das Astrid Gösken ihnen zeigte, war auch sehr spannend.

Klassenlehrerin Katrin Plendl-Jeß fand den Besuch im Tierpark einen tollen Ausflug. Aber auch das MiSch-Projekt an sich komme bei den Kindern gut an. „Wir gucken jeden Tag beim Zeitungs-Frühstück die Kieler Nachrichten durch."

Dieser Artikel ist in der KN-Ausgabe vom 21. Februar 2019 erschienen.

 
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