Moderieren ist nicht immer gleich

Klasse 8a (Ricarda-Huch-Schule) 20. November 2019 1 Kommentar(e)

Sie leiten die Sendung durch ein Intro ein und stehen bereits hinter einem Moderationstisch. Simon und Woozle begrüßen erst einmal die jungen Zuschauer des Wissensmaganzins "Woozle Goozle" mit einem Lächeln im Gesicht. Voller Lust auf das Thema verkünden sie, worum es heute geht, und beginnen mit einer ersten Frage. Meist wird dann auf dem Bildschirm im Hintergrund ein Kurzfilm gezeigt, der eine Antwort gibt, und die Zuschauer lauschen gespannt hin. Damit es sich nicht stets um die gleichen Themen handelt, kommt Woozle immer mit neuen Erfindungen und stellt sie Simon und den Zuschauern vor.

Simon weiß, dass er gerade eine Sendung mit einer Puppe moderiert. „Der Sprecher der Puppe spielt so gut, dass ich schon fast denke, Woozle ist lebendig", erklärt der Moderator.

Um beim Fernsehen oder Radio zu arbeiten, muss ein Volontariat abgeschlossen werden. Das bedeutet, zunächst ein Studium abzuschliessen und eine Ausbildung zum Redakteur zu machen. Um tatsächlich bei einer Sendung im Fernsehen mitzuwirken, muss man außerdem erst ein Casting absolvieren. Am Job findet Simon gut, dass er als Moderator eine Struktur hat, aber trotzdem er selbst sein kann und sich nicht verstellen muss.

Die Arbeit bringt aber nicht immer nur simple Dinge mit sich. Für eine Folge zum Beispiel braucht das Woozle-Goozle-Team ungefähr drei Wochen. Zuerst entsteht eine Idee für ein Thema, dann die Überlegung, wie man sie umsetzen und verbessern kann. Die einzelnen Beiträge müssen gedreht werden und das nicht immer an einem Ort. Die Moderatoren müssen den Text auswendig lernen und am Ende wird noch alles geschnitten, bis es die Folge schließlich ins Fernsehen schafft. Man darf keine Kleidung tragen, welche große Labels hat, da es dann als Werbung gilt. Simon darf in der Sendung nur bunte Sachen tragen und Schwarz oder grau gar nicht. Die Folgen werden auch entsprechend der Zeit gedreht, in der Weihnachtszeit beispielsweise Weihnachtssendungen.

Den Job findet Simon äußerst empfehlenswert, aber nur für Leute, die Spaß daran haben, den anderen etwas zu erzählen: "Das kann man aber nicht mit einem Gedicht in der Schule vergleichen, da man in der Sendung Vertrautes erzählt, wo man die Antworten wie seinen Kleiderschrank kennt und nicht unbekannte Sachen." Als Moderator muss man viele Praktika machen und es ist anstrengend, lange Aufnahmen zu wiederholen und trotzdem konzentriert zu arbeiten.

Die Sendung Woozle Goozle leiten zwei Regisseure, von deren Arbeit Simon begeistert ist. Gedreht wird sie hauptsächlich in Hürth, einer Stadt im Süden von Köln. In den dortigen Nobeo Studios werden auch die Sendungen "Stern  TV" und "Wer wird Millionär?" gedreht. Das Team mietet sich eine Halle, in der es die Sendungen filmt. Toggo ist dann dafür zuständig, dass die Serie im Fernsehen erscheint.

Um ein guter Moderator zu werden, braucht man vor allem Spaß an der Sache. Man muss strukturiert sprechen und nicht nervös wirken. Wenn ein roter Faden vorhanden ist und ein gutes Team mit einem arbeitet, steht dem Dreh nichts mehr im Wege.

von Colin Mlynarczyk (Klasse 8a, Ricarda-Huch-Schule)

 
1 Kommentar(e)
  1. Marie K
    26. November 2019

    Ich finde es ist eine gute Reportage und ich werde mir mal die Folge angucken, da sie mir spannend vorkommt. Danke, für die Info wie man ein Moderator werden kann und was man dafür erfüllen muss.

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