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Die Plumputos

Ylva (4b Lernwerft) 20. März 2021 7 Kommentar(e)
© Ylva

Die Plumputos

Es war ein sonniger Morgen, als ich aufwachte. Ich ging in die Küche, wo meine Eltern schon Kaffee tranken. Als ich mir einen Toast machen wollte, sagte Papa: „Amelia, heute wollen wir mit dir auf den Flohmarkt." Ich jubelte los und sprang auf. „Erst frühstücken", sagte Mama.

Wir fuhren zum Flohmarkt. Als wir ankamen, sagte Papa: „In einer Stunde treffen wir uns genau hier wieder." Ich ging zu einem Stand, wo bunte Taschen standen und lagen. Ich schaute mir alle an und überlegte: Soll ich die gelb-orangene oder lieber die blau-grüne nehmen? Plötzlich grunzte es in der blau-grünen Stofftasche. „Haben Sie das auch gerade gehört?" fragte ich die Verkäuferin. Die guckte mich aber nur verdutzt an: „Was soll ich denn gehört haben, Kindchen?" „Ach, ist nicht so wichtig, ich nehme die blau-grüne Tasche", sagte ich schnell und bezahlte. Als ich auf die Uhr guckte, sah ich, dass ich nur noch wenige Minuten bis zur Abfahrt hatte. Leider schaffte ich es daher nicht mehr in die Tasche zu gucken. Ich rannte zurück zum Treffpunkt, wo meine Eltern schon ungeduldig warteten. „Und, hast du was Schönes gefunden?", fragte meine Mutter. „Ja, ja.", antwortete ich nur.

Während wir im Auto saßen, konnte ich es kaum erwarten, in die Tasche zu schauen. Und als wir endlich zu Hause ankamen, sprintete ich die Treppe hoch in mein Zimmer. Ich hörte nur noch leise, wie Mama von unten rief: „In fünfzehn Minuten gibt es Kuchen!" „Ok", rief ich zurück. Als ich meine Zimmertür hinter mir schloss, hörte ich wieder ein Grunzen. Vorsichtig öffnete ich die Tasche.

Als ich sah, was drin war, wusste ich nicht, was ich sah.

Es war so klein wie eine Streichholzschachtel, wuschelig, hatte winzige Beinchen und Ärmchen und einen silberglänzenden Astronautenanzug an. „Was machst du in meiner Tasche?", fragte ich erstaunt. „Und wer bist du überhaupt? Ich heiße Amelia." „Ich bin Plumpine", piepste das kleine Wesen. „Warum bist du in dieser Tasche? Und was bist du überhaupt?", fragte ich. „Ich bin in der Tasche, weil ich mit meinem Raumschiff fehlgelandet bin.", antwortete Plumpine. „Und außerdem: Ich bin eine Plumputo." Die sieht ja aus wie eine Mischung aus Alien und Kuschelmonster, dachte ich. „Warum hat die Verkäuferin dich nicht gehört?", fragte ich laut. „Du bist ausgewählt, unseren Planeten zu retten und deswegen kannst nur du mich hören und sehen.", piepste Plumpine. „Wir müssen jetzt los". „Und wohin?", fragte ich. „Na, zu meinem Planeten. Alles Weitere besprechen wir im Raumschiff.", antwortete Plumpine.

Zu meinem Erstaunen zog sie ein kugelrundes Raumschiff aus der Tasche, das sich rasant aufpustete bis es so groß war wie mein Bett. „Einsteigen!", rief sie. Ich griff mir noch schnell meinen Tennisschläger zur Verteidigung und klettere in das Raumschiff. Als wir abhoben und durch das Fenster flogen, kribbelte es in meinem Bauch. Plötzlich sprach Plumpine „Du musst uns vor einem sehr großen Meteoriten retten, der auf unseren Planeten zurast. Deswegen müssen wir uns beeilen." Sie gab Gas und wir sausten Richtung Sternenhimmel.

Bereits kurze Zeit später landeten wir und alle Plumputos riefen mir zu: „Du schaffst das! Du schaffst das!" Doch als ich den riesigen Meteoriten näherkommen sah, kriegte ich Angst. Seltsamerweise wurde er gar nicht größer, sondern immer kleiner. Kurz vor dem Einschlag war er nur noch so groß wie ein Tennisball. Ich holte mit meinem Schläger weit aus und schlug ihn zurück ins Weltall. Das Problem war gelöst. Alle jubelten. Kurz darauf fuhr mich Plumpine wieder nach Hause.

Als wir bei mir ankamen, umarmten wir uns noch schnell und sie verschwand.

Gerade als sie weg war, kam Mama ins Zimmer. „Es gibt Kuchen", sagte sie und wir gingen zusammen runter. Beim Kuchenessen merkte ich, dass es zu Hause friedlich und gemütlich war. Abenteuer sind zwar schön, aber die Ruhe ist schöner. In der Nacht schlief ich glücklich ein und träumte davon, noch einmal Plumpine zu sehen.

ENDE

 
7 Kommentar(e)
  1. Roif Isbernerä
    24. März 2021

    Wahnsinn, eine super Geschichte
  2. Manske
    24. März 2021

    Die Geschichte ist sehr gut erzählt und spannend. Man Fieber mit, was wohl in der Tasche ist? Super Idee, dass der Meteor immer kleiner wird und Amelia ihn mit ihrem Tennisschläger zurück ins Weltall schlagen kann. Toller Einfall. Gut das Wellen nicht immer alles mitbekommen, was so passiert.
  3. Verenaa Isberner
    25. März 2021

    Eine sehr fantasiereiche Geschichte. Alle Achtung!!
  4. Rolf Isberner
    25. März 2021

    Eine tolle Geschichte. Sehr gut formuliert und sehr ausdrucksvoll. Super!!!!
  5. Birgitta Santos
    30. März 2021

    Spannende Erzählung!!!! Tolle Zeichnung!!! Weiter so liebe Ylva!!!! Liebe Grüße vom Bodensee!!!
  6. Menslage Christiane
    30. März 2021

    Spannende Geschichte und schön formuliert. Hat mir Spaß gemacht zu lesen.
  7. Menslage Christiane
    30. März 2021

    Spannende Geschichte und schön formuliert. Hat mir Spaß gemacht zu lesen.

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