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Corona macht vor keinem Halt!

Jonte Charlotta Sterzik 9d Gymnasium Altenholz 16. November 2022 2 Kommentar(e)

Masken und jede Menge Hygienevorschriften. Das ist mittlerweile ein normaler Alltag für Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch Pflegekräfte der Pflegeeinrichtungen in Kiel.

Viele Menschen, die in Pflegeeinrichtungen leben, hat Corona ziemlich eingeschränkt. Das liegt zum einen natürlich an den Auflagen für Besuche oder das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Andererseits aber auch an dem Mangel an Personalkräften und somit auch der nicht vollumfänglichen Versorgung der Bewohner und Bewohnerinnen. Laut Daniel Günther, dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, ist es sinnvoll, weiterhin die Maske zu tragen:

Wer eine Maske trägt, schützt sich selbst und andere gut vor einer Ansteckung“ (Daniel Günther, Ministerium für Gesundheit und Soziales am 15.03.2022).

Getestet wird (laut Ministerium) 1–3-mal die Woche, es sei denn, eine Person im näheren Umkreis legt einen positiven Schnell- oder PCR-Test vor. Auf Nachfrage teilt mir Nicole Dignal, eine Sozialarbeiterin in einem AWO-Servicehaus in Kiel-Dietrichsdorf mit, dass sich das Personal dort jeden Morgen, bevor die Einrichtung betreten wird, testen muss. Die Bewohnerinnen und Bewohner dort werden nur an jeweils drei Tagen in der Woche getestet. Jede Pflegeeinrichtung entscheidet zwar selbst über die zusätzlichen Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes, welche dort gelten sollen, jedoch gibt es bestimmte Vorgaben der Bundesregierung. Dazu gehören nicht nur eine vorgeschriebene FFP2-Maskenpflicht, sondern auch, wie oft in der Kalenderwoche getestet werden muss. In welchen Räumen jedoch die Maske wegfallen darf, entscheidet allein die Pflegeeinrichtung. In dem Pflegeheim Kiel-Dietrichsdorf haben sowohl Pflege- und Personalkräfte als auch Bewohnerinnen und Bewohner im Haus eine Maske zu tragen. Die Bewohnerinnen und Bewohner müssen in ihrer eigenen Wohnung keine Maske tragen, genauso wie in der Tagespflege, wenn sie einen negativen Schnelltest vorgelegt haben. Das Personal muss jedoch überall die Maske aufbehalten. Ein anderes Problem liegt bei dem steigenden Personalmangel, welcher, laut „pflegekraft-mehralseinberuf.de“ folgend aussieht: „Im April 2020 gab es 1.149 freie Stellen in der Pflege und 514 arbeitslose Pflegekräfte mit der entsprechenden Qualifikation. Im April 2021 gab es bereits 1.571 freie Stellen und nur noch 485 Arbeitslose und die Zahlen steigen unermüdlich weiter.“ (Die Pflege im Teufelskreis, pflegekraft-mehralseinberuf.de). Dies ist auch ein großes Problem in der Pflegeeinrichtung in Kiel-Dietrichsdorf. „Dadurch, dass bei uns so viele nötige Personalkräfte fehlen, kommt es zu vielen Überstunden. Jedoch nehmen sich die Fachkräfte immer genug Zeit für die liebevolle Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner. Büroarbeit kommt dabei jedoch oft zu kurz.“ (Nicole Dignal, Sozialarbeiterin einem AWO-Servicehaus in Kiel-Dietrichsdorf)

 

 

 
2 Kommentar(e)
  1. Promedia Maassen
    17. November 2022

    Hallo Jonte,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Leider ist ein Personalmangel in der Pflege ein riesiges Problem. Corona hat das nochmal verschärft und durch die Vorschriften und Beschränkungen wegen Corona haben viele Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen auch nur wenig Besuch. Es ist aber schön zu hören, dass die Bewohnerinnen und Bewohner liebevoll versorgt werden.

    Liebe Grüße

    Das MiSch-Projektteam
    Carina und Kerstin

  2. Lilli
    17. November 2022

    Super gut geschrieben! Die Eindrücke haben wirklich wiedergegeben wie die Leute sich dort fühlen! Weiter so du bist toll!

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